Rechtsschutzversicherung Test
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Rechtsschutzversicherung – Test & Vergleich 2019

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Rechtsschutzversicherung übernimmt fast sämtliche Kosten, die im Zusammenhang mit einem Rechtsstreit entstehen, also z. B. Anwalts-, Sachverständigen- und Gerichtskosten.
  • Testsieger beim Handelsblatt: WGV-Versicherung mit Tarif „Optimal“, Platz 1 sowohl bei Single- als auch bei Familientarifen
  • Für jeden Rechtsbereich, der abgesichert werden soll, wird entweder eine eigene Versicherung oder ein eigener Versicherungsbaustein benötigt.
  • Rechtsschutzversicherungen decken in der Regel Privatrecht, Verkehrsrecht, Wohnrecht und Berufsrecht ab. Für diese Bereiche stellen wir Angebote vor.
  • Versicherungslösungen im Paket sind grundsätzlich günstiger als Einzelversicherungen.
  • Günstige Rechtsschutzversicherungen sind häufig nicht die besten: Die BaFin-Beschwerdestatistik weist die Anbieter aus, mit denen die Kunden zufrieden sind – unabhängig vom Preis.

So gehen Sie vor

  • Überlegen Sie, für welchen Rechtsbereich Sie eine Rechtsschutzversicherung benötigen. Ansonsten zahlen Sie womöglich unnötig viel Geld für Ihren Versicherungsschutz.
  • Wenn Sie Tarife vergleichen: Suchen Sie gezielt nach Versicherungslösungen, die genau die Rechtsbereiche abdecken, die Sie absichern möchten.
  • Familien-Tarife sind häufig nicht viel teurer als Single-Tarife. Prüfen Sie, ob Sie innerhalb der Familie bereits abgeschlossene Rechtsschutz-Tarife zusammenlegen können.
  • Beachten Sie die Beschwerdestatistik der BaFin (der Finanzaufsicht), wenn Sie sich zwischen ähnlichen Angeboten entscheiden müssen.

Rechtsschutzversicherung Leistungen

Die Leistungen, die eine Rechtsschutzversicherung übernimmt, hängen unter anderem mit dem Lebensbereich zusammen, den die Rechtsschutzversicherung abdecken soll (s. a. folgender Abschnitt „Die vier wichtigsten Rechtsschutzbereiche“). Ganz allgemein sollte eine Rechtsschutzversicherung jedoch mindestens folgende Kosten decken:

  • Anwaltskosten
  • Gerichtskosten
  • Kosten für Zeugen und Sachverständige
  • Erstattungspflichtige Kosten der Gegenseite
  • Kautionsstellung bei Strafsachen
  • Gebühren der gegnerischen Seite bei verlorenem Prozess

Rechtsschutzversicherung auf einen Blick

Absicherungsbereiche in der Rechtsschutzversicherung

Die Rechtsschutzversicherung ist in der Regel nach dem Baukastenprinzip aufgebaut und kann individuell an die Bedürfnisse des Versicherungsnehmers angepasst werden. Grundlage sind die vier wichtigsten Rechtsschutzbereiche.

Die vier wichtigsten Rechtsschutzbereiche

Grundsätzlich können die vier wichtigsten Lebensbereiche mit einer Rechtsschutzversicherung geschützt werden.

Privatrechtsschutz

Bei diesem Baustein übernimmt die Versicherung die Kosten, wenn es im Privatleben zum Rechtsfall kommt.
Dazu gehören:

  • Schadensersatzansprüche
  • Ordnungswidrigkeiten
  • Steuer- und Vertragsrecht

Arbeits- bzw. Berufsrechtsschutz

Der Arbeitsrechtsschutz leistet, wenn es zu Streitigkeiten im beruflichen Umfeld kommt. Ein typischer Leistungsfall ist die Anfechtung einer Kündigung. Der Arbeitsrechtsschutz kann in der Regel nur in Verbindung mit einem Privatrechtsschutz abgeschlossen werden.

Mietrechtsschutz

Der Wohn- bzw. Mietrechtsschutz gilt nur für gemietete bzw. selbstgenutzes Wohneigentum. Der Wohnrechtsschutz kann wie der Arbeitsrechtsschutz nur in Verbindung mit dem Privatrechtsschutz abgeschlossen werden.

Typische Leistungsfälle sind Einspruch gegen eine Mieterhöhung oder auch Streitigkeiten mit Nachbarn.

Verkehrsrechtsschutz

Der Verkehrsrechtsschutz kann wahlweise für ein einzelnes Fahrzeug oder für alle Familienmitglieder und deren Fahrzeuge abgeschlossen werden. Wird ein bestimmtes Fahrzeug abgesichert, ist der Versicherungsnehmer als Eigentümer und Fahrer des Wagens versichert sowie als Fahrer von anderen Fahrzeugen (z. B. Mietfahrzeuge).

Wählt man die Familienvariante, sind alle Fahrzeuge der Familie sowie alle versicherten Familienmitglieder als Verkehrsteilnehmer über die Rechtsschutzversicherung abgesichert.

Vermieterrechtsschutz

Wer Immobilien besitzt und vermietet, kann sich mit einem Vermieterrechtsschutz gegen Streitigkeiten mit den Mietern absichern. Auch bei Räumungsklagen und der Einforderung ausstehender Mietzahlungen hilft der Vermieterrechtsschutz.

Aktueller Rechtsschutzversicherung Test 2018 / 2019

Mit einer leistungsstarken Rechtsschutzversicherung begegnen Versicherungsnehmer ihrer Gegenseite auf Augenhöhe – ganz gleich, wie es um den eigenen Geldbeutel bestellt ist. Welche Tarife tatsächlich im Notfall weiterhelfen, hat zuletzt die Ratingagentur Franke und Bornberg überprüft (im Auftrag vom Handelsblatt – März 2018).

Der Test – Rechtsschutzversicherung im Vergleich

Zusätzlich zu den „klassischen“ Rechtsbereichen Privat, Beruf und Verkehr haben die Prüfer das Mietrecht unter die Lupe genommen. Ermittelt wurden die besten Tarife für Familien sowie die besten Tarife für Singles.

Single-Tarife

Um die beste Rechtsschutzversicherung für Singles zu finden, haben die Tester einen kinderlosen, ledigen Arbeitnehmer aus Hannover als Modellkunden gewählt.

Die beste Rechtsschutzversicherung für diesen Single kommt von der WGV-Versicherung. Der WGV-Tarif “Optimal” erhielt als einziger im Test die volle Punktzahl und ist für einen Jahresbeitrag von 265,50 Euro zu haben. Es folgen die Tarife der Concordia (Tarif “Sorglos für Privatkunden” – 258 Euro) und der Arag (“Aktiv Rechtsschutz Komfort” – 301,92 Euro).

Gesellschaft Tarif F&B-Rating Jahresbeitrag Punkte Urteil
WGV Optimal FFF 265,50 Euro 100 sehr gut
Concordia Sorglos für Privatkunden FFF 258,00 Euro 94 sehr gut
Arag Aktiv-Rechtsschutz Komfort FFF 301,92 Euro 94 sehr gut
Auxilia RSV inkl. KRAFTFAHRERSCH. FFF 306,00 Euro 94 sehr gut

(Anmerkung: Die Selbstbeteiligung (SB) wurde mit 150 Euro festgelegt, ausgenommen des Concordia-Tarifs, bei dem 300 Euro SB gewählt wurden.)

Familien-Tarife

Die Mehrkosten der Familientarife fallen eher gering aus. Deswegen lohnt es sich für Versicherungsnehmer, den Versicherungsschutz auf die gesamte Familie auszuweiten, so die Tester.

Der Musterkunde für die Familien-Rechtsschutzversicherung ist verheiratet, hat zwei Kinder und ist ebenfalls ein Angestellter mit einer Vollzeitstelle.

Auch hier schneidet die WGV-Versicherung mit ihrem Tarif „Optimal“ abermals mit voller Punktzahl am besten ab. Der Jahresbeitrag beträgt für die gesamte Familie 304 Euro. Auf Platz zwei und drei folgen die Auxilia (Tarif „Rechtsschutz inkl. Kraftfahrerschutz e. V. Automobilclub“ für 325 Euro Jahresbeitrag) und abermals die Concordia („Sorglos für Privatkunden“ – 258 Euro).

Gesellschaft Tarif F&B-Rating Jahresbeitrag Punkte Urteil
WGV Optimal FFF 304,00 Euro 100 sehr gut
Auxilia RSV inkl. KRAFTFAHRERSCH. FFF 325,00 Euro 97 sehr gut
Concordia Sorglos für Privatkunden FFF 258,00 Euro 94 sehr gut
Arag Aktiv-Rechtsschutz Komfort FFF 355,18 Euro 94 sehr gut

(Anmerkung: Die Selbstbeteiligung (SB) wurde mit 150 Euro festgelegt, ausgenommen des Concordia-Tarifs, bei dem 300 Euro SB gewählt wurden.)

Vergleichen Sie jetzt mit unserem Tarifrechner aktuelle Angebote und schließen direkt eine Rechtsschutzversicherung ab! Beachten Sie, dass bei fast sämtlichen Tarifen eine 3-monatige Wartezeit gilt.

Test-Archiv: Rechtsschutzversicherung im Fairness-Test 2017

ServiceValue hat zum dritten Mal in Folge die Kunden von Rechtsschutzversicherungen befragt, ob sie sich bei ihrem Anbieter gut aufgehoben fühlen. Für die online durchgeführte Kundenbefragung kooperierte das Unternehmen mit der Fachzeitschrift Focus-Money (Quelle). Anfang September 2017 wurden die Ergebnisse veröffentlicht.

An der Umfrage nahmen mehr als 1.500 Versicherungskunden teil. Der Fokus der Umfrage lag auf der Fairness des Versicherers in den Bereichen Tarifleistung, Kundenberatung, Kundenservice, Kundenkommunikation und Preis-Leistungs-Verhältnis.

Insgesamt wurden acht von 12 Versicherern als überdurchschnittlich fair eingeschätzt. Von den acht Anbietern, die insgesamt als „sehr gut“ beurteilt werden, schafften es allerdings nur vier in allen Bereichen mit Top-Bewertungen zu überzeugen.

Das sind die fairsten Anbieter laut Rechtsschutzversicherung Test von Service-Value:

Franke und Bornberg bewertet Rechtsschutzversicherung 2017

Die unabhängige Ratingagentur Franke und Bornberg hat 2017 zum ersten Mal die Rechtsschutzversicherung bewertet. Als Bewertungsgrundlage nutzen die Experten von Franke und Bornberg stets nur rechtlich verbindliche Daten, wie die Versicherungsbedingungen der einzelnen Tarife. Das Testergebnis ist unterteilt in die beiden Kundengruppen „Familie“ und „Single“. Diese Unterteilung ist sinnvoll, da für Familien zum Teil andere Rechtsschutzbereiche wichtig sind als für Singles.

Im Rechtsschutzversicherung-Vergleich wurden nur Tarife bewertet, die die vier Rechtsschutzgebiete Privat, Beruf, Verkehr sowie Wohnungs- und Gebäuderechtsschutz abdecken (Quelle).

Das Ergebnis des Rechtsschutz­versicherung Test von Franke und Bornberg

Von den mehr als 140 geprüften Tarifvarianten erhalten rund ein Drittel das Qualitätsurteil hervorragend (FFF). Allerdings bieten meist nicht alle Tarife eines Versicherers hervorragende Leistungen, deshalb ersetzt ein Testergebnis nicht den individuellen Vergleich.

Folgende fünf Anbieter haben sowohl für Singles, als auch für Familien mindestens zwei Top-Tarife im Portfolio:

Insgesamt liegt das Leistungsniveau der Rechtsschutzversicherungen sehr hoch. Der Umfang der Leistungen wird zudem laufend verbessert und ausgebaut. So bieten inzwischen fast alle Versicherer auch Online-Beratungsmöglichkeiten an. Auch Mediationsverfahren gehören inzwischen zu den Standardleistungen.

Rechtsschutzversicherung ohne Wartezeit möglich?

Die übliche Wartezeit in der Rechtsschutzversicherung beträgt drei Monate. Allerdings variiert die Länge der Wartezeit je nach Rechtsschutzgebiet. Im Bereich Scheidungsrechtsschutz gilt sogar eine Wartezeit von drei Jahren.

Es gibt zudem Rechtsbereiche, in denen eine Rechtsschutzversicherung ohne Wartezeit abgeschlossen werden kann. Dazu zählen unter anderem der Steuerrechtsschutz, der Opferrechtsschutz und der Rechtsschutz bei Ordnungswidrigkeiten.

Beachten Sie!

Bei akuten Streitfällen übernimmt keine Rechtsschutzversicherung die Kosten, wenn der Versicherungsvertrag erst gerade abgeschlossen wurde. In diesen Fällen muss der Versicherungsnehmer die Kosten selbst tragen.

Rechtsschutzversicherung Kosten

Die Rechtsschutzversicherung-Kosten sind unter anderem abhängig vom gewählten Rechtsbereich, vom gewählten Leistungspaket und mitunter von persönlichen Faktoren:

  • Familienstand (verheiratet, unverheiratet)
  • berufliche Situation (angestellt, selbstständig tätig, verbeamtet)

Die Kosten können zudem durch eine höhere Selbstbeteiligung sowie einer jährlichen oder halbjährlichen Zahlung der Versicherungsprämie günstig beeinflusst werden.

Rechenbeispiel für die Kosten einer Rechtsschutzversicherung

  • Modellkunde: 30 Jahre, Arbeitnehmer, Single
  • keine Vorversicherung
  • Selbstbeteiligung von 150 Euro

Die günstigsten Tarife für den Modellfall:

DMB: Securo Single für 147,31 Euro pro Jahr

Concept IF: CIF-PRO-classic-Single für 153,15 Euro pro Jahr

Deurag: Deurag Single für 172,90 Euro pro Jahr

So beeinflussen Sie die Beitragshöhe

Den größten Hebel zur Senkung der Versicherungsprämie haben Versicherungsnehmer mit der Vereinbarung bzw. Anhebung einer Selbstbeteiligung. Der Versicherungsnehmer erklärt sich dabei bereit, im Versicherungsfall eine bestimmte Summe der Kosten selbst zu tragen. Diese Summe wird unabhängig vom Streitwert oder anderen Faktoren gezahlt.

Bereits eine Selbstbeteiligung von 150 bis 200 Euro senkt die Beitrag erheblich. Die Selbstbeteiligung wird pro Rechtsfall fällig.

Eine weitere einfache Möglichkeiten die Prämie zu senken, ist der Rhythmus, in dem man die Versicherungsbeiträge überwiesen werden – der Zahlungsrhythmus. Bei jährlicher Zahlweise gewähren die meisten Versicherungsunternehmen zum Beispiel einen Rabatt von bis zu 7 Prozent.

Vermeiden Sie unnötige Leistungen!

Es mag banal klingen, doch könnten viele Versicherungsnehmer Geld sparen, wenn sie sich genau anschauen, wofür sie bezahlen. Wer beispielsweise in einem Automobilclub Mitglied ist, sollte in seinen Unterlagen nachschauen, ob eine Absicherung für den Bereich Verkehrsrecht nicht schon bereits besteht.

Drei Preis- und Leistungsklassen

Viele Versicherungsunternehmen bieten ihre Rechtsschutzversicherung in verschiedenen Preis-Leistungs-Klassen an.

Basis-Tarife bieten nur eine grundlegenden Schutz und leisten meist erst, wenn der Fall vor Gericht geht. Alle Kosten, die vorher anfallen, muss der Versicherte selbst übernehmen.

Komfort-Tarife stehen für meist ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und können durch das Zusammenstellen der Rechtsschutzbausteine individuell an den Bedarf angepasst werden.

Premium-Tarife bieten umfangreiche Leistungen in zahlreichen Bereichen. Die Kostenübernahme beginnt häufig bereits beim ersten Anwaltsbesuch.

Kombipakete laut Stiftung Warentest günstiger

Durch die vielen unterschiedlichen Rechtsbereiche lässt sich eine Rechtsschutzversicherung auch in vielen verschiedenen Varianten abschließen. Grundsätzlich lohnt sich auch immer die Kombination von mehreren Versicherungslösungen.

Möglich ist zum Beispiel die Kombination des Privatrechtsschutzes mit anderen Bereichen wie zum Beispiel dem Miet- oder Verkehrsrechtsschutz. Schließt man die Versicherungen einzeln ab, fallen die Kosten deutlich höher aus.

Rechtsschutzversicherung-Anbieter im Vergleich

Neben den großen Versicherungskonzernen gibt es spezialisierte Rechtsschutzversicherung-Anbieter. Diese Unternehmen bieten ausschließlich Rechtsschutzversicherungen an, mitunter sogar nur bestimmte Segmente des Rechtsschutzes.

Diese Spezialversicherer decken zum Teil Rechtsschutzbereiche ab, die andere Unternehmen meiden. So bietet die ARAG-Rechtsschutzversicherung beispielsweise die Möglichkeit, einen Ehe-Rechtsschutz bzw. einen Rechtsschutz bei Scheidung in den Versicherungsschutz zu integrieren – eine Seltenheit auf dem Versicherungsmarkt. Auch im Bereich Erb-Rechtsschutz bieten die meisten Versicherer lediglich Beratungsleistungen an.

Welcher Anbieter der passende für Ihre Bedürfnisse ist, ermitteln Sie am besten mit einem Rechtsschutzversicherung-Vergleich, den unsere Versicherungsfachleute kostenlos für Sie durchführen!

Nutzen Sie das Formular weiter oben auf dieser Seite oder kontaktieren Sie uns persönlich – unverbindlich und kostenfrei: 030 – 120 82 82 8 (Mo – Fr: 9 – 18 Uhr) oder per E-Mail unter kontakt@transparent-beraten.de.

Mediation und Rechtsschutz

Die Mediation wird immer häufiger bei Rechtsstreitigkeiten eingesetzt. Ziel einer Mediation ist eine außergerichtliche Einigung zwischen den Konfliktparteien.

Da die Erfolgsbilanz sehr gut und eine außergerichtliche Einigung kostengünstiger ist als ein Gerichtsprozess, liegt eine Einigung durch eine Mediation auch im Interesse der Rechtsschutzversicherer. Mit der Aufnahme der Mediation in den Rechtsschutz haben letztlich beide Parteien gewonnen.

Versicherungsschutz weltweit

Grundsätzlich zahlen die Rechtsschutzversicherer auch beim Aufenthalt im Ausland. Das gilt sowohl für einen kurzfristigen Urlaub als auch für längere Dienstreisen. Im Test der Stiftung Warentest spielt der weltweite Versicherungsschutz jedoch keine Rolle für die Endbewertung. Dieser globale Schutz ist für Privatpersonen in der Regel nicht relevant.

Achtung bei Ausschlüssen

Versicherungsgesellschaften nehmen häufig Leistungsausschlüsse in die Verträge auf. Das bedeutet, dass bestimmte Risiken vom Versicherungsschutz ausgeschlossen sind. Kommt es zu einem Schadensfall, zahlt die Versicherung also nicht.

Häufige Leistungsausschlüsse sind:

  • Vorsätzliche Straftaten des Versicherungsnehmers
  • Streitigkeiten mit der eigenen Rechtsschutzversicherung
  • Klagen vor dem Verfassungsgericht und vor internationalen Gerichtshöfen
  • Streitigkeiten, bei denen es um Baumaßnahmen geht

Neben den erwähnten Ausschlüssen legen die Versicherungsunternehmen häufig noch andere Rechtsfälle fest, für die sie ihre Leistungspflicht aufheben.

Darauf sollten Sie achten!

Ebenso wichtig wie der Preis sind die Leistungen der Rechtsschutzversicherung. Beim persönlichen Vergleich sollte hier der Fokus auf der Wahl der individuell am besten passenden Versicherer liegen. Die Versicherten können bei einem guten Tarif mit folgenden Leistungen rechnen:

  • Telefonische Beratung in allen Rechtsgebieten und in unbegrenzter Höhe
  • Sozial- und Steuerrechtsschutz schon beim Widerspruch
  • Keine Selbstbeteiligung nach Beratung durch den Anwalt
  • Kosten im Tarif Premium für Privatrechtsschutz, Berufsrechtsschutz und Verkehrsrechtsschutz betragen im Jahr ca. 300 Euro
  • Kombination für Mietrechtsschutz ist ebenfalls möglich
  • Die Kosten für den zusätzlichen Mietrechtsschutz betragen nicht mehr als 51 Euro im Jahr

Das tun gute Rechtsschutzversicherungen

Gute Rechtsschutzversicherungen zahlen nicht erst, wenn die Streitigkeiten vor einem Gericht landen, sondern bereits beim Verfassen eines Widerspruchs. Leistungsschwache Versicherungen nehmen es da nicht so genau: So zahlen die von „Finanztest“ mit „befriedigend“ bewerteten Versicherer das Verfassen eines Widerspruchs zum Beispiel nicht. Bei diesen Anbietern gehört mitunter nicht einmal eine telefonische Beratung zum Service. Die Preise liegen dabei häufig dennoch auf dem Niveau der Test-Sieger.

Rechtsschutzversicherung kündigen

Die Kündigungsfrist für Rechtsschutzversicherungen beträgt häufig einen Monat bei einer Mindestvertragslaufzeit von einem Jahr. Wer eine Rechtsschutzversicherung kündigen und zu einem anderen Anbieter wechseln möchte, sollte eine zeitliche „Versicherungslücke“ möglichst vermeiden.

Sprechen Sie Ihren Versicherungsfachmann direkt darauf an: Bei einem Wechsel des Versicherers entfällt mitunter die Wartezeit, so dass ein lückenloser Versicherungsschutz besteht. Gleiches gilt in der Regel für den Tarifwechsel innerhalb eines Unternehmens.

Ist eine Rechtsschutzversicherung sinnvoll?

Die Rechtsschutzversicherung ist immer sinnvoll, wenn der Vertrag auf die Bedürfnisse des Vertragnehmers angepasst wurde. Wer beispielsweise kein Auto hat und auch mit dem Fahrrad nur selten unterwegs ist, kann auf Leistungen des Verkehrsrechtsschutzes womöglich eher verzichten als ein „Vielfahrer“. Arbeitnehmer müssen eine Kündigung wiederum nicht wehrlos hinnehmen, wenn sie den Bereich Arbeitsrechtsschutz absichern – ein Schutz, auf den beispielsweise Rentner und Pensionäre verzichten können.

Eine Rechtsschutzversicherung gibt Versicherten in fast allen Lebenslagen das gute Gefühl, sich gegen Unrecht zur Wehr setzen zu können – ohne Angst vor den Kosten haben zu müssen.

Weitere Fachportale der Redaktion: Private-Krankenversicherungen.net | Berufsunfähigkeitsversicherungen-heute.de | Testsieger-Berichte.de

Dieser Artikel wurde zuletzt am 10.04.2019 aktualisiert.
Über den Autor
Mario Müller
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