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Mietrechtsschutz

Mietrechtsschutzversicherung - Leistungen, Kosten, Testergebnisse & Vergleich
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Das Wichtigste in Kürze

  • Das Risiko, dass man als Mieter mit seinem Vermieter irgendwann Auseinandersetzungen hat, ist relativ hoch. Dazu gehören fehlerhafte Nebenkostenabrechungen, Mängel an der Mietwohnungen oder Mieterhöhungen.
  • Wehrt sich ein Mieter dagegen oder geht er gar vor Gericht, muss er mit hohen Kosten rechnen.
  • Eine Mietrechtsschutzversicherung kommt dafür auf. Sie übernimmt die Kosten für das Verfahren, einen Anwalt oder Gutachter.
  • Schon ab einem Beitrag von 13 Euro pro Monat ist die Mietrechtsschutzversicherung zu  haben.
  • In einem aktuellen Test der DtGV schneiden die Rechtsschutzversicherungen der Concordia, Auxilia und Arag gut ab.

Warum ist eine Mietrechtsschutzversicherung sinnvoll?

Fast jeder Mieter wird im Laufe seiner Wohnzeit mit der ein oder anderen Streitigkeit konfrontiert. Dazu gehören:

  • Nicht nachvollziehbare Nebenkostenabrechnungen
  • Schäden an der Wohnung, die der Vermieter nicht übernehmen will
  • Ungerechtfertigte Mietanhebungen
  • Kündigungen wegen Eigenbedarf
  • Streitigkeiten um die Kaution

Gegen diese Probleme kann man sich mit einer Mietrechtsschutzversicherung wehren. Gerade als Mieter ist es wichtig, eine Versicherung zum Mietrechtsschutz abzuschließen, da man davon ausgehen kann, dass der Vermieter ebenfalls eine solche Versicherung besitzt. Mit einer Mietrechtsschutzversicherung im Rücken können sich beide Parteien auf Augenhöhe begegnen.

Mietrechtsschutz hilft bei unrechtmäßigen Forderungen

Laut Deutschem Mieterbund ist jede zweite Nebenkostenabrechnung fehlerhaft. So werden nicht erbrachte Leistungen oder Kosten berechnet, die nicht in eine Nebenkostenabrechnung gehören. Möglich ist auch, dass der Vermieter unwirtschaftlich gearbeitet hat. Beispielsweise wenn er Handwerksfirmen engagierte, die überdurchschnittlich viel verlangen.

Um sich gegen solche Unstimmigkeiten zu Wehr setzen zu können, benötigt man die Unterstützung einer Mietrechtschutzversicherung. Denn ohne deren Schutz überlegt man es sich zweimal, ob man einen teuren Rechtsstreit auf sich nehmen will und bezahlt im Zweifel lieber die falsche Abrechnung.

Leistungen einer Mietrechtsschutzversicherung

Eine Rechtsschutzversicherung übernimmt bei Mietstreitigkeiten folgende Kosten:

  • Anwaltskosten (nicht nur für den eigenen Anwalt)
  • Verfahrenskosten
  • Auslagen für Gutachter oder Zeugen

Nahezu alle Versicherungen bieten immer auch eine rechtliche Beratung über das Telefon zu den Rechtsgebieten an. So haben Versicherungsnehmer bereits die Möglichkeit, sich über anfallende Rechtsfragen im Vorfeld zu informieren. Ebenfalls beteiligen sich Versicherungen vermehrt an den Kosten für Mediationen. Viele Rechtsstreitigkeiten können mit der Unterstützung eines neutralen Mediators außergerichtlich geregelt werden.

Rechtsschutzversicherung eigens für Mieter

Rechtsschutzversicherungen für Mieter greifen immer dann, wenn es Probleme mit einer gemieteten Immobilie, einer gemieteten Wohnung oder auch bei der Pacht gibt. Auch Eigentümer selbstbewohnter Immobilien können sich mit einem Wohnrechtsschutz gegen Streitigkeiten mit Nachbarn oder der Hausverwaltung absichern. Einige Versicherungen schließen auch Garagen oder Kraftfahrzeug-Abstellplätze, die zur Wohneinheit gehören, mit ein.

Es gibt zwar wenige reine Mietschutzversicherungen. In der Regel wird der Mietrechtsschutz – auch Wohnrechtsschutz genannt – in Kombination mit anderen Rechtsschutzversicherungen gewählt. Meistens ist mindestens der Bereich Privatrecht noch abgesichert.

Mietrechtsschutz im Test 2019

2019 hat die Deutsche Gesellschaft für Verbraucherstudien (DtGV) Rechtsschutzversicherungen unter die Lupe genommen. Im Rahmen der Studie hat sie auch geprüft, wie diese beim Thema „Wohnen“ und „Vermietung“ abschneiden. Fast alle getesteten Rechtsschutzversicherungen haben entsprechende Tarife im Wohn- und Vermietungs-Rechtsschutz im Angebot. Gemäß der DtGV sind die Leistungen für Mieter und Vermieter sehr gut.

Im Wohnrechtsschutz, das sowohl Mieter und Eigentümer mit einschließt, leisten alle 15 betrachteten Anbieter bei Streitigkeiten mit den Nachbarn oder der Hausverwaltung. Abgedeckt war auch der Wohnungs- und Grundstücksrechtsschutz. Allerdings deckten fünf Versicherer Streitigkeiten rund um den Zweitwohnsitz nicht ab.

Welche Versicherung im Bereich Wohnrecht am besten abschnitt, gab die DTGV nicht bekannt. Über alle Tarif-Szenarien „Privat“, „Beruf“, „Verkehr“, „Wohnen“ und „Vermietung“ hinweg waren in der „Kategorie Tarife & Konditionen“ folgende drei Anbieter Testsieger (Quelle):

PlatzAnbieterBewertung
1Concordia2,1 (gut)
2Auxilia2,3 (gut)
3Arag2,3 (gut)

Kosten einer Mietrechtsschutzversicherung

Eine Rechtsschutzversicherung inklusive Mietrechtsschutz wird für einen Arbeitnehmer (35) sowohl im Single- als auch im Familientarif bereits ab 13 Euro pro Monat angeboten. Es sind aber auch Tarife für 35 Euro auf dem Markt. Die Beiträge umfassen die Bausteine Privatrechtsschutz und Mietrechtsschutz. Werden zusätzlich die Bausteine Verkehrsrechtschutz und Arbeitsrechtsschutz eingeschlossen, kostet der Versicherungsschutz zwischen 17 und 52 Euro pro Monat.

Folgende Faktoren beeinflussen die Prämie:

  • Selbstbeteiligung
  • Deckungssumme
  • Leistungsumfang

Kostenfreier Rechtsschutzversicherung-Testsieger-Vergleich 2019

Die Testsieger aus Stiftung Warentest, Ökotest und Focus Money im Vergleich.
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Mietrechtsschutzversicherung ohne Wartezeit?

In der Regel können Versicherte, die eine Rechtsschutzversicherung mit integriertem Mietrechtsschutz abschließen, erst nach einer Wartezeit von drei Monaten die Leistungen der Mietrechtsschutzversicherung in Anspruch nehmen. Wenige Versicherer bieten gegen einen Aufpreis Rechtsschutz ohne Wartezeit an. Allerdings ist dies an spezielle Konditionen gebunden.


Erklärvideo: Das sollten Sie über die Rechtsschutzversicherung wissen


Vermieterrechtsschutz

Es gibt eine Rechtsschutzversicherung nicht nur für Mieter, sondern auch für den Vermieter. So sind Streitigkeiten mit Mietern keine Seltenheit, insbesondere wenn Hauseigentümer mehrere Wohnungen vermieten. Ein Vermieterrechtsschutz übernimmt in so einem Fall die Kosten eines Anwalts oder eines Gerichtsverfahrens. Folgende Versicherungen sind für den Grundbesitzer sonst noch wichtig, um Streitigkeiten abzuwehren:

  • Gebäudeversicherung
  • Eigentümerrechtsschutz
  • Privathaftpflicht

Über eine Million Auseinandersetzungen mit dem Vermieter

Der Deutsche Mieterbund hat bekannt gegeben, dass es im Jahr 2017 rund 1,1 Millionen Rechtsberatungen zum Thema Mietrecht gegeben hat. Die zehn häufigsten Streitigkeiten zwischen Mieter und Vermieter betrafen 2017:

  1. Zu hohe Betriebskosten mit 36,6 Prozent
  2. Mängel der Mietwohnung mit 17,6 Prozent
  3. Anhebung der Miete mit 11,7 Prozent
  4. Allgemeine Vertragsangelegenheiten mit 8,6 Prozent
  5. Mietkaution mit 6,1 Prozent
  6. Vermieterkündigung mit 5,5 Prozent
  7. Kosten für Schönheitsreparaturen werden nicht übernommen mit 4,8 Prozent
  8. Modernisierung mit 4,2 Prozent
  9. Mieterkündigung mit 2,1 Prozent
  10. Umwandlung/Eigentümerwechsel mit 0,7 Prozent

Die häufigsten Gründe für Mietrechtsprozesse

2017 gab es in Deutschland 226.933 Mietrechtsstreitigkeiten vor Gericht. Die Zahlen gehen seit Jahren zurück (seit 1996 um mehr als 35 Prozent). Die vier häufigsten Gründe für Mietrechtsprozesse waren dabei:

  1. Vertragsverletzungen: 27,4 Prozent
  2. Betriebskosten: 19,4 Prozent
  3. Mieterhöhung: 16,6 Prozent
  4. Mietkaution: 16,2 Prozent

Mieterhöhungen als steigendes Problem

Gerade in den Großstädten steigen die Mieten teils rasant an. Nicht immer ist eine Anhebung der Miete oder Pacht auch rechtlich zulässig. Verbraucher haben die Möglichkeit, sich gegen die Erhöhungen zur Wehr zu setzen. Mit einem Mietrechtsschutzversicherer an der Seite ist dies wesentlich einfacher als ohne einen solchen Schutz. Die Kosten für einen Rechtsstreit gehen schnell in Höhe von tausenden Euro, wenn man keine passende Versicherung abgeschlossen hat. Eine leistungsstarke Assekuranz springt in solchen Fällen ein und übernimmt diese Kosten.

Fazit und Hinweise zum Vergleich

Ob als Mieter oder Vermieter: Wer in einen Rechtsstreit geht, der muss mit hohen Kosten rechnen. Da ist die Prämie einer Rechtsschutzversicherung, die den Mietrechtsschutz einschließt, vergleichsweise gering. Ein Schutz der sich lohnt, denn das Risiko von Konflikten rund ums Mieten ist relativ hoch.

Bevor Sie eine Mietrechtsschutzversicherung abschließen, sollten Sie die Tarife sorgfältig vergleichen. Unser kostenloser Tarifrechner ist dabei hilfreich. Doch es gilt zu beachten: Nicht immer umfasst der günstigste Tarif auch alle Leistungen, die für Sie wichtig sind. Sinnvoll ist deshalb in vielen Fällen eine persönliche Beratung. Zögern Sie nicht, unsere Spezialisten unter 030 – 120 82 82 8 oder unter kontakt@transparent-beraten.de zu kontaktieren.

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