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Rechts­schutz­ver­si­che­rung für Manager

Ratgeber, Tipps und aktuelle Testergebnisse 2020 zur Rechts­schutz­ver­si­che­rung für Manager
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Das Wichtigste in Kürze

  • Mit einer herkömmlichen Rechts­schutz­ver­si­che­rung sind Manager nicht richtig abgesichert. Denn diese schließt Geschäftsführer aus.
  • Dabei sind sie besonders gefährdet, in einen Rechtsstreit zu geraten, der mit hohen Kosten verbunden ist.
  • Der Manager-Rechtsschutz deckt solche Risiken ab. Abgesichert werden kann der Straf-, Vermögensschaden und der Angestellten-Rechtsschutz.
  • Mit einem Jahresbeitrag im vier­stel­li­gen Bereich ist der Komplett-Schutz allerdings nicht günstig.
  • Trotzdem ist es eine sinnvolle In­ves­ti­ti­on, denn bei ver­ant­wor­tungs­vol­len Positionen können schnell Fehler passieren.

Darum brauchen Manager eine Rechts­schutz­ver­si­che­rung

Viele Manager sind sich oft nicht bewusst, dass sie über ihren privaten Arbeitsrechtsschutz nicht mehr ausreichend abgesichert sind. Denn in der Regel schließen herkömmliche Rechts­schutz­ver­si­che­run­gen leitende Angestellte und Geschäftsführer aus, obwohl sie angestellt sind.

In den Musterbedingungen für die Rechts­schutz­ver­si­che­rung des Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Punkt 3.2.5 heißt es beispielsweise:

„(Nicht versichert sind) Streitigkeiten aus dem Recht der Handelsgesellschaften oder aus Anstellungsverhältnissen gesetzlicher Vertreter juristischer Personen (zum Beispiel: Geschäftsführer einer GmbH oder Vorstände einer Aktiengesellschaft).“

Top-Manager und Geschäftsführer benötigen aber einen solchen Schutz, denn sie sind besonders gefährdet, in einen Rechtsfall verwickelt zu werden, der mit hohen Kosten verbunden ist. Geschäftsführer einer GmbH und Vorstandsmitglieder einer AG haften für die Verletzung von Sorgfaltspflichten mit ihrem Privatvermögen. Je mehr Verantwortung man hat und je mehr Entscheidungen zu fällen sind, desto mehr Fehler können passieren. Damit man während eines Rechtsstreits nicht gezwungen ist, vorzeitig aufzugeben, sollte rechtzeitig vorgesorgt werden.


Leistungen einer Manager-Rechts­schutz­ver­si­che­rung

Folgende Bausteine können über die Manager-Rechts­schutz­ver­si­che­rung abgesichert werden:

  • die Strafrechtsschutzversicherung
  • die Vermögensschaden-Rechts­schutz­ver­si­che­rung
  • und die Anstellungsvertrag-Rechts­schutz­ver­si­che­rung für Führungskräfte.

Strafrechtsschutzversicherung

Die Straf­rechts­schutz­ver­si­che­rung kommt zum Einsatz, wenn dem Versicherten vorgeworfen wird, dass er im beruflichen Bereich eine Straftat oder Ordnungswidrigkeit begangen hat. Wenn der Streit vor Gericht geht, steht ihm die Versicherung zur Seite und übernimmt die Kosten für die Strafverteidigung. Versicherungen nennen diesen Baustein etwa Spezial-Strafrechtsschutz, der über das übliche Maß der Absicherung im Firmenrechtsschutz hinausgeht.

Fallbeispiel: Manager soll Schwarzarbeiter beschäftigen

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen einen Manager, weil er angeblich Ausländer ohne Arbeitserlaubnis beschäftigt hat. Zudem soll er Steuern hinterzogen haben. Dank dem Anwalt des Geschäftsführers wird das Strafverfahren eingestellt. Die Mangager-Rechts­schutz­ver­si­che­rung übernimmt dafür die Kosten von insgesamt 20.000 Euro.

Vermögensschaden-Rechtsschutzversicherung

Weil Top-Manager persönlich mit ihrem gesamten Privatvermögen für die Verletzung von Sorgfaltspflichten haften, übernimmt der Vermögensschaden-Rechtsschutz in diesem Fall die Kosten für spezialisierte Anwälte und für den Gang vor Gericht. Wenn der Rechtsstreit verloren wird, zahlt die Versicherung auch die Kosten der Gegenseite.

Fallbeispiel: Falsches EDV-System gekauft

Ein Geschäftsführer kauft für seine Firma ein neues EDV-System. Allerdings kommt es dabei zu Problemen. Für das Unternehmen entsteht ein Verlust von 300.000 Euro. Es verklagt den Manager auf Schadensersatz. Letztlich wird vor Gericht ein Vergleich abgeschlossen. Die Versicherung übernimmt die Kosten von 30.000 Euro.

Anstellungsvertrags-Rechtsschutzversicherung

Für Unternehmen ist es sehr viel leichter, sich von ihren Vorstandsmitgliedern zu trennen, als von Arbeitnehmern. Das Vorstandsmitglied oder der Geschäftsführer hat zwar in der Regel einen Anstellungsvertrag mit dem Unternehmen. Die gesetzlichen Schutzvorschriften für Arbeitnehmer finden auf diesen Vertrag jedoch keine Anwendung. Deshalb ist im Manager-Rechtsschutz eine Anstellungsvertrags-Rechts­schutz­ver­si­che­rung integriert, die bei solchen Streitigkeiten vor Gericht und auch außergerichtlich Schutz bietet – beispielsweise wenn um Bonus-, Pensionszahlungen und Abfindungen gestritten wird.

Fallbeispiel: Manager verlangt Abfindung

Ein Manager wird nach der Übernahme seiner Firma entlassen. Er verlangt eine Abfindung im Wert von 200.000 Euro, die das Unternehmen nicht zahlen will. Es kommt zum Gerichtsverfahren, der Anstellungs-Rechtsschutz übernimmt die Prozess- und Anwaltskosten im Wert von 30.000 Euro.

Für diese Po­si­tio­nen emp­fiehlt sich eine Ma­na­ger-Rechts­schutz­ver­si­che­rung

  • Prokurist
  • Alleinvorstand
  • Mitglied eines Vorstandsgremiums
  • Mitglied einer Geschäftsführung
  • Alleingeschäftsführer
  • Vorsitzender einer Geschäftsführung
  • Vorsitzender eines Aufsichtsgremiums
  • Mitglied eines Aufsichtsgremiums

So schließen Manager einen Rechtsschutz-Vertrag ab

Eine Rechtsschutzversicherung für Manager bzw. Führungskräfte können entweder Privatpersonen abschließen oder das Unternehmen möchte seinen Mitarbeiter gegen die Folgen eines Rechtsstreits absichern. Der Vertrag kann direkt über den ausgewählten Versicherer abgeschlossen werden, wenn der Interessent schon weiß, welchen Versicherer er wählen will.

Wenn noch nicht sicher ist, welche Versicherung am besten passt, sollte am besten die Hilfe eines unabhängigen Experten in Anspruch genommen werden. In diesem Fall stehen Ihnen gerne unsere zertifizierten Ver­si­che­rungs­mak­ler zur Seite. Telefonisch unter 030 – 120 82 82 8 oder per E-Mail unter kontakt@transparent-beraten.de.


Kosten einer Rechts­schutz­ver­si­che­rung für Manager

Eine Rechtsschutzversicherung für Führungskräfte kostet deutlich mehr als eine einfache Rechts­schutz­ver­si­che­rung für Arbeitnehmer – meistens handelt es sich um vierstellige Jahresbeträge. Der Beitrag zur Rechts­schutz­ver­si­che­rung hängt von diesen Faktoren ab:

  • Branche
  • Anzahl Mitarbeiter im Unternehmen
  • Funktion des Versicherungsnehmers
  • Gehalt des Versicherungsnehmers
  • Versicherungssumme
  • Versicherungsbausteine

Rechenbeispiel: So viel kostet der Managerrechtsschutz

Ein Alleinvorstand eines Dienstleistungsunternehmen mit 120 Mitarbeitern sichert die Bausteine Straf-, Vermögens­schaden- und Angstellungsvertrags-Rechtsschutz ab. Die Ver­si­che­rungs­summen betragen jeweils 300.000 Euro. Dafür zahlt der Manager, der ein Bruttojahreseinkommen von 120.000 erhält, eine jährliche Prämie von fast 2.000 Euro.

Experten-Tipp:

Warum eine Rechts­schutz­ver­si­che­rung für Führungskräfte wichtig ist

Wer vor Gericht geht, muss die Kosten für den Anwalt und die Gerichtskosten aus eigener Tasche zahlen. Wenn er den Prozess verliert, muss er zusätzlich noch für die Kosten der gegnerischen Seite aufkommen. Dabei können schnell mehrere zehntausend Euro zusammenkommen. Arbeitnehmer müssen bei Arbeitsgerichtsprozessen drei Monatsgehälter im Voraus zahlen, während Geschäftsführer und Vorstände bei dem Gang vor Gericht drei Jahresgehälter vorstrecken müssen.

Rechenbeispiel: Kosten eines Gerichtsstreits für Manager

Durch den Fehler eines Vorstandsmitglieds bei einer Auftragsprüfung entsteht dem Unternehmen ein Verlust von 100.000 Euro. Der Vorstand wird zur Zahlung eines Schadenersatzes verurteilt, da er nach Meinung des Gerichts nicht sorgfältig gearbeitet hat. In der Tabelle sehen Sie, welche Kosten entstehen können, die eine Rechts­schutz­ver­si­che­rung übernimmt.

Kosten bei einem Streitwert von 100.000 Euro1. Instanz2. Instanz
Eigene Anwaltskosten3.949,80€4.421,00€
Gegnerische Anwaltskosten bei Verlieren des Prozesses 3.949,80€4.421,00€
Gerichtskosten2.568,00€3.424,00€
Gesamtkosten10.467,60€12.266,00€

Rückwärtsversicherung leistet auch bei Vor­ver­trag­lich­keit

Die Versicherung sollte möglichst direkt ab Beginn der führenden Tätigkeit abgeschlossen werden. Denn wenn sich der Pflichtverstoß vor dem Abschluss der Versicherung ereignet hat, übernimmt die Versicherung die Zahlung mit der Begründung der Vorvertraglichkeit nicht. Häufig leisten die Versicherungen auch erst ab einer Wartezeit von drei Monaten. Einige Versicherungen bieten für solche Fälle allerdings extra eine Rückwärtsversicherung an, die auch bei Vorvertraglichkeit leistet.

Vergleichshinweise und Test­er­geb­nis­se

In Managerkreisen wird die Rechts­schutz­ver­si­che­rung für Führungskräfte oft noch vernachlässigt. Bei einem Jahresbeitrag im vierstelligen Bereich für den Komplett-Schutz ist diese Versicherung natürlich auch nicht gerade günstig. Dieser Betrag sollte allerdings als eine sinnvolle Investition in die zukünftige finanzielle Sicherheit gesehen werden. Denn in verantwortungsvollen Positionen können sich Fehler schneller ereignen als bei einfachen Arbeitnehmern.

Vor dem Abschluss einer Manager-Rechts­schutz­ver­si­che­rung überlegen Sie sich in einem ersten Schritt, welche Leistungen und Versicherungssummen Sie abgesichert haben wollen. An­­schlie­ßend können Sie die verschiedenen Angebote der Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­men miteinander vergleichen. Wir helfen Ihnen gerne dabei, die passende Versicherungslösung zu finden. Kontaktieren Sie uns unter 030 – 120 82 82 8 oder per E-Mail unter kontakt@transparent-beraten.de.

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