Rechtsschutzversicherung Test

Rechtsschutzversicherung für Manager

Private Arbeitnehmer-Rechtsschutzversicherungen gelten nicht für Manager und Vorstandsmitglieder. Leitende Angestellte und Geschäftsführer sind in der Regel von einer normalen Rechtsschutzversicherung ausgeschlossen. In den Musterbedingungen für die Rechtsschutzversicherung des Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Punkt 3.2.3 heißt es beispielsweise:

(Nicht versichert sind) „Streitigkeiten aus dem Recht der Handelsgesellschaften oder aus Anstellungsverhältnissen gesetzlicher Vertreter juristischer Personen (zum Beispiel: Geschäftsführer einer GmbH oder Vorstände einer Aktiengesellschaft)“

Top-Manager und Geschäftsführer benötigen aber einen solchen Schutz, denn sie sind besonders gefährdet in einen Rechtsfall verwickelt zu werden, der mit hohen Kosten verbunden ist. Geschäftsführer einer GmbH und Vorstandsmitglieder einer AG haften für die Verletzung von Sorgfaltspflichten mit ihrem Privatvermögen. Je mehr Verantwortung man hat und je mehr Entscheidungen zu fällen sind, desto mehr Fehler können passieren. Damit man während eines Rechtsstreits nicht gezwungen ist, vorzeitig aufzugeben, sollte rechtzeitig vorgesorgt werden.

Die Leistungen einer Top-Manager-Rechtsschutzversicherung umfassen folgende Bereiche:

  • die Strafrechtsschutzversicherung
  • die Vermögensschaden-Rechtsschutzversicherung
  • und die Anstellungsrechtsschutzversicherung für Führungskräfte.

Die Strafrechtsschutzversicherung kommt zum Einsatz, wenn dem Versicherten vorgeworfen wird, dass er im beruflichen Bereich eine Straftat oder Ordnungswidrigkeit begangen hat. Wenn der Streit vor Gericht geht, steht ihm die Versicherung zur Seite und übernimmt die Kosten für die Strafverteidigung.

Weil Top-Manager persönlich mit ihrem gesamten Privatvermögen für die Verletzung von Sorgfaltspflichten haften, übernimmt der Vermögensschaden-Rechtsschutz in diesem Fall die Kosten für spezialisierte Anwälte und für den Gang vor Gericht. Wenn der Rechtsstreit verloren wird, übernimmt die Versicherung auch die Kosten der Gegenseite.

Für Unternehmen ist es sehr viel leichter, sich von ihren Vorstandsmitgliedern zu trennen, als von Arbeitnehmern. Das Vorstandsmitglied oder der Geschäftsführer hat zwar in der Regel einen Anstellungsvertrag mit dem Unternehmen, die gesetzlichen Schutzvorschriften für Arbeitnehmer finden auf diesen Vertrag jedoch keine Anwendung. Deshalb ist im Manager Rechtsschutz eine Anstellungs-Rechtsschutzversicherung integriert, die bei solchen Streitigkeiten vor Gericht und auch außergerichtlich Schutz bietet.

Für diese Positionen empfiehlt sich eine Manager-Rechtsschutzversicherung

  • Prokurist
  • Alleinvorstand
  • Mitglied eines Vorstandsgremiums
  • Mitglied einer Geschäftsführung
  • Alleingeschäftsführer
  • Vorsitzender einer Geschäftsführung
  • Vorsitzender eines Aufsichtsgremiums
  • Mitglied eines Aufsichtsgremiums

So schließen Manager einen Rechtsschutz-Vertrag ab

Eine Rechtsschutzversicherung für Manager bzw. Führungskräfte können entweder Privatpersonen abschließen oder das Unternehmen möchte seinen Mitarbeiter gegen die Folgen eines Rechtsstreits absichern. Der Vertrag kann direkt über den ausgewählten Versicherer abgeschlossen werden, wenn der Interessent schon weiß, welchen Versicherer er wählen will. Wenn noch nicht sicher ist, welche Versicherung am besten passt, sollte am besten die Hilfe eines unabhängigen Experten in Anspruch genommen werden. In diesem Fall stehen Ihnen gerne unsere zertifizierten Versicherungsmakler zur Seite. Telefonisch unter 030 – 120 82 82 8 oder per E-Mail unter kontakt@transparent-beraten.de.

Warum eine Rechtsschutzversicherung für Führungskräfte wichtig ist

Wer vor Gericht geht, muss die Kosten für den Anwalt und die Gerichtskosten aus eigener Tasche zahlen. Wenn er den Prozess verliert, muss er zusätzlich noch die Kosten für die gegnerische Seite zahlen. Dabei können schnell mehrere zehntausend Euro zusammenkommen. Arbeitnehmer müssen bei Arbeitsgerichtsprozessen drei Monatsgehälter im Voraus zahlen, während Geschäftsführer und Vorstände bei dem Gang vor Gericht drei Jahresgehälter vorstrecken müssen.

Kosten eines Gerichtsstreits für Manager

Durch den Fehler eines Vorstandsmitglieds bei einer Auftragsprüfung entsteht dem Unternehmen ein Verlust von 100.000 Euro. Der Vorstand wird zur Zahlung eines Schadenersatzes verurteilt, da er nach Meinung des Gerichts nicht sorgfältig gearbeitet hat.

Kosten bei einem Streitwert von 100.000 Euro I.Instanz II.Instanz
Eigene Anwaltskosten

3.949,80€

4.421,00€

Gegnerische Anwaltskosten bei Verlieren des Prozesses 3.949,80€ 4.421,00€
Gerichtskosten

2.568,00€

3.424,00€

Gesamtkosten

10.467,60€

12.266,00€

Besonders wichtig: Der Anstellungsvertrags-Rechtsschutz

Eine Standardsituation: Ein Unternehmen will sich von einem Geschäftsführer oder einem Vorstandsmitglied trennen und es kommt zu einem Rechtsstreit darüber, ob und in welcher Höhe Bonus-, Pensionszahlungen und Abfindungen gezahlt werden sollen. Das führt für die Betroffenen häufig zu Problemen, denn sie sind, im Gegensatz zu normalen Arbeitnehmern nicht über die Regelungen des Arbeitsrechtsschutzes (in Bezug auf den Kündigungsschutz) abgesichert. In dieser Situation ist eine Manager-Rechtsschutzversicherung besonders wichtig.

Kosten einer Rechtsschutzversicherung für Vorstandsmitglieder

Eine Rechtsschutzversicherung für Führungskräfte kostet etwas mehr als eine einfache Rechtsschutzversicherung für Arbeitnehmer. Der Beitrag zur Rechtsschutzversicherung hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Grundsätzlich richtet sich die Beitragshöhe nach der Größe des Unternehmens, sprich nach der Anzahl der Mitarbeiter. Da aber bei einer Manager-Rechtsschutzversicheunrg meist Einzelpersonen versichert werden, richtet sich die Beitragshöhe in der Regel nach der Höhe der Deckungssumme (Kosten). Auch die Laufzeit hat einen Einfluss auf die Höhe des Beitrags. Generell gilt, je länger der Vertrag läuft, desto geringer ist die Beitragshöhe. Überblick über die den Beitragssatz beeinflussenden Faktoren:

  • Höhe der Versicherungssumme
  • Laufzeit des Vertrags
  • Tätigkeit des Versicherungsnehmers

Manager-Rechtsschutz: Bewahrt die finanzielle Sicherheit

In Managerkreisen wird die Rechtsschutzversicherung für Führungskräfte oft noch vernachlässigt. Bei einem Jahresbeitrag von 500 Euro ist diese Versicherung natürlich auch nicht gerade günstig. Dieser Betrag sollte allerdings als eine sinnvolle Investition in die zukünftige finanzielle Sicherheit gesehen werden (Rechtsschutzversicherung sinnvoll?). Denn in verantwortungsvollen Positionen können sich Fehler schneller ereignen als bei einfachen Arbeitnehmern. Die Versicherung sollte möglichst direkt ab Beginn der führenden Tätigkeit abgeschlossen werden. Denn wenn sich der Pflichtverstoß vor dem Abschluss der Versicherung ereignet hat, übernimmt die Versicherung die Zahlung mit der Begründung der Vorvertraglichkeit nicht. Einige spezielle Versicherungen bieten für solche Fälle allerdings extra eine Rückwärtsversicherung an, die auch bei Vorvertraglichkeit leistet.