Rechtsschutzversicherung Test

Rechtsschutzversicherung für Kinder

Kinder sind in der Rechtsschutzversicherung unter bestimmten Umständen mitversichert. Das ist sinnvoll, denn gerade kleine Kinder können schnell zum Anlass einer Streitigkeit mit Nachbarn oder Fremden werden. In der Regel greift die private Rechtsschutzversicherung, wenn eine Auseinandersetzung nur gerichtlich beigelegt werden kann. Einer der häufigsten Gründe für Nachbarschaftsstreitigkeiten dürften spielende und tobende Kinder sein, die nicht bei jedem Menschen auf Verständnis stoßen.

Ein Familientarif zur Absicherung der Kinder

Rechtsschutzversicherung KinderIn einer Rechtsschutzversicherung sind Kinder mit abgesichert, wenn es sich um einen Familientarif handelt. Solche Tarife schließen einen Schutz für Kinder, für den Ehepartner und für den Lebenspartner ein. Ein Tarif für Familien ist in der Regel teurer als ein Tarif für Singles, doch dafür genießen alle Familienmitglieder einen umfassenden Schutz, wenn es zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung kommt. Die Umstellung von einem Singletarif auf einen für Familien ist durch eine Information an den Versicherer schnell erledigt. Er wird unter Umständen den Namen der zu versichernden Personen und einen Nachweis des gemeinsamen Wohnsitzes fordern. Mehr Infos zur Rechtsschutzversicherung für Familien und zum Familienrecht. 

Die Frage nach der Altersbeschränkung

Kinder sind, genau wie bei der Krankenversicherung auch in der Rechtsschutzversicherung bis zum 25. Geburtstag bei den Eltern kostenfrei mitversichert. Nach dem 25. Geburtstag müssen sie dann selbst einen Vertrag abschließen, auch wenn sie noch im Haushalt der Eltern leben und/oder kein eigenes Einkommen beziehen. Der Versicherungsschutz über die Eltern endet auch sobald das Kind heiratet. Unerheblich ist dagegen, ob eine Ausbildung aufgenommen oder ein Studium begonnen wird.

Familienschutz gilt nicht für Verkehrsrechtsschutzversicherung

Kinder sind zwar über ihre Eltern bis zum 25. Lebensjahr mitversichert, allerdings gilt dieser Schutz nicht im Bereich des Verkehrsrechtsschutzes. Wenn das Kind beispielsweise aufgrund eines Verkehrsunfalls in eine Rechtsstreitigkeit verwickelt wird, übernimmt die elterliche Rechtsschutzversicherung nicht die Kosten. In diesem Fall lohnt es sich, einen separaten Verkehrsrechtsschutz für das Kind abzuschließen, besonders wenn das Kind schon einen Führerschein bzw. ein eigenes Fahrzeug besitzt.

So wichtig ist das Einkommen

Eine bereits erwähnte Voraussetzung zur Mitversicherung der Kinder ist, dass sie keiner dauerhaften beruflichen Tätigkeit nachgehen und kein eigenen Einkünfte erzielen. Die Ausbildungsvergütung gehört dabei nicht zum Einkommen, deshalb sind Kinder in der Lehrzeit bis zum 25. Geburtstag bei den Eltern mit abgesichert. Wer aber während des Studiums berufstätig ist und bereits ein reguläres Gehalt bezieht, muss sich selbst versichern und bei Bedarf eine Rechtsschutzversicherung abschließen. Mehr Infos und aktuelle Tests zur Rechtsschutzversicherung gibt es hier.

Wehr- und Ersatzdienst sind mitversichert

Wer nach der Schule zuerst einen Wehr- oder Ersatzdienst antritt, ist bei den Eltern ebenfalls beitragsfrei mitversichert. Das ist sinnvoll, denn wer nach dem Wehrdienst studieren möchte oder eine Ausbildung anfängt, ist dann durchgängig bis zum 25. Geburtstag beitragsfrei bei den Eltern mit abgesichert.

Rechtsschutz im Studium ist empfehlenswert

Unabhängig davon, ob Kinder noch bei den Eltern versichert sind oder bereits eine eigene Rechtsschutzversicherung abgeschlossen haben, ist es stets wichtig, dass eine gute Rechtsschutzversicherung den Weg ins Studentenleben ebnen kann. Ist nämlich eine Studienplatzklage erforderlich, um den gewünschten Studienplatz doch noch zu erhalten, fällt diese Klage unter den privaten Rechtsschutz. Eine Versicherung trägt dann die Kosten, wenn man den juristischen Weg beschreiten muss und eine Klage anstrengt.

Rechtsschutzversicherung bei Auszubildenden

Eine Ausbildungsvergütung oder Bafög werden nicht mit der Rechtsschutzversicherung verrechnet. Aufgrund dessen sind Kinder bis zum 25. Lebensjahr versichert. Allerdings gilt diese Regelung nicht für Studenten, die neben dem Studium einer beruflichen Tätigkeit nachgehen.

Eine Weiterversicherung kann Kosten sparen

Einige Versicherungen bieten eine preiswerte Weiterversicherung für Kinder an, wenn diese bereits nicht mehr unter den Versicherungsschutz fallen. Das ist praktisch, denn für junge Menschen in der Lehre oder während sie studieren, ist das Geld meist knapp. Ein preiswerter Versicherungsschutz bei guten Leistungen ist dann gefragt. Weitere Infos zu den Leistungen einer Rechtsschutzversicherung gibt es hier. Wer eine günstige Rechtsschutzversicherung sucht, fragt also am besten zu erst beim Anbieter der Eltern nach, ob dieser eine solche Option anbietet.