Rechtsschutzversicherung Test
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Rechtsstreitigkeiten mit Mietern, Gemeinden und Ämtern sind für Vermieter nicht nur ärgerlich, sondern auch teuer. Eine Rechtsschutzversicherung für Vermieter schützt vor hohen Anwalts- und Gerichtskosten und bietet je nach Tarif auch noch sinnvolle Zusatzleistungen.

Diese Kosten übernimmt die Rechtsschutzversicherung für Vermieter

  • Rechtsanwaltskosten
  • Gerichtskosten
  • Kosten für Zeugen und Sachverständige
  • Reisekosten
  • Prozesskosten der Gegenseite (bei Bedarf)

Warum brauchen Vermieter eine Rechtsschutzversicherung?

Viele Vermieter kennen die Situation: Ein Mieter weigert sich, die vertraglich vereinbarten Schönheitsreparaturen selbst zu übernehmen und zieht vor Gericht. Die Miete behält der Mieter bereits seit Monaten ein, der Vermieter muss sein Geld einklagen.

Laut Deutschem Mieterbund geht es bei vielen Auseinandersetzungen zwischen Vermietern und Mieter besonders häufig um die Betriebskosten oder um Mietmängel. Werden die Streitigkeiten vor Gericht ausgetragen, zieht das hohe Anwalts- und Prozesskosten nach sich. Genauso wie Mieter sich mit einem Mieterrechtsschutz absichern können, gibt es für Vermieter ebenfalls eine eigene Rechtsschutzversicherung.

Teure Streitigkeiten können auch aus dem Kontakt zwischen Vermietern und Gemeinden sowie Behörden entstehen. Der Vermieterrechtsschutz springt auch dann ein und übernimmt Anwalts- und Gerichtskosten. Wer Immobilien vermietet und verpachtet, sollte daher auf eine gute Rechtsschutzversicherung nicht verzichten.

Beachten Sie auch den Beitrag zum Vermieterrechtsschutz.

Die Leistungen einer Rechtsschutzversicherung für Vermieter

Grundsätzlich deckt der Vermieterrechtsschutz die Kosten ab, die bei einer gerichtlichen Auseinandersetzung mit Mietern in Verbindung stehen. Dazu gehören auch die Honorare für Sachverständige sowie Auslagen für die Vernehmung von Zeugen. Gewinnt die Gegenseite, muss der Vermieter meist deren Prozesskosten tragen. Auch diesen Posten deckt die Rechtsschutzversicherung für Vermieter ab.

Viele Streitigkeiten zwischen Mietern und Vermietern landen aber gar nicht erst vor Gericht. Die Zahl der Mietrechtsprozesse geht seit einigen Jahren zurück. Anwälte werden oft dennoch eingeschaltet, zum Beispiel zur Rechtsberatung oder zur Erstellung von Anschreiben. Der Vermieterrechtsschutz sollte daher auch außergerichtliche Anwaltskosten abdecken.

Baukasten-Prinzip für optimales Leistungspaket

Die meisten Versicherer stellen verschiedene Tarifvarianten zur Auswahl. Vermieter können unter anderem aus folgenden Zusatzleistungen wählen:

  • Übernahme von Vertragsstreitigkeiten mit Handwerkern und Dienstleistern
  • Übernahme von Streitigkeiten um Erschließungsabgaben
  • Forderungsmanagement für Mietausfälle
  • Vollstreckungskosten, zum Beispiel für Räumungstitel
  • Mietausfallschutz für bis zu 12 Monate

Viele Versicherungen bieten die Rechtsschutzversicherung für Vermieter im Paket mit weiteren Rechtsschutzversicherungen an, etwa dem Verkehrsrechtsschutz oder Privatrechtsschutz. Die Pakete sind oft günstiger als Einzeltarife.

Welche Leistungen werden nicht übernommen?

Rechtsschutzversicherung für VermieterEin Versicherungsfall gilt als gegeben, wenn ein tatsächlicher oder behaupteter Verstoß gegen Rechtspflichten vorliegt. Lässt sich ein Vermieter vorbeugend von einem Anwalt beraten, werden die dafür anfallenden Kosten nicht vom Vermieterrechtsschutz übernommen. Liegt ein Versicherungsfall vor, prüft der Versicherer zudem, ob ein Gerichtsverfahren überhaupt Aussichten auf Erfolg bietet. Außerdem wird geprüft, ob der Versicherungsfall auf schuldhaftes Handeln des Versicherungsnehmers zurückzuführen ist. Bei zu geringen Erfolgsaussichten kann der Versicherer die Leistungsübernahme verweigern.

Nicht gedeckt sind in der Regel alle Streitigkeiten, die sich im Zusammenhang mit der Vererbung von Immobilien ergeben. Der Baurechtsschutz fällt ebenfalls nicht in den Leistungsumfang der gängigen Vermieterrechtsschutzversicherung. Einige Versicherer bieten jedoch Kombi-Tarife aus Vermieter- und Bauherrenrechtsschutz an.

Welche Deckungssummen sollten Vermieter vereinbaren?

Versicherer zahlen die bei Rechtsstreitigkeiten anfallenden Kosten nicht unbegrenzt, sondern nur bis zur Höhe der vertraglich vereinbarten Deckungssumme. Diese sollte hoch genug sein, um auch Rechtsstreitigkeiten abzudecken, die durch mehrere Instanzen gehen. Für den Vermieterrechtsschutz ist eine Deckungssumme von mindestens 300.000 Euro empfehlenswert.

Die Deckungssumme gilt für jeden Versicherungsfall. Fallen bei einem langwierigen Rechtsstreit mit einem Mieter beispielsweise Kosten von 290.000 Euro an, übernimmt der Versicherer für eine gerichtliche Auseinandersetzung mit einer anderen Partei dennoch wieder bis zu 300.000 Euro.

Was kostet eine Rechtsschutzversicherung für Vermieter?

Die Versicherungsprämie berechnet sich anhand der Bruttojahresmiete, die ein Vermieter für sein Objekt bezieht. Höhere Mieten bedeuten nämlich einen höheren Streitwert und damit auch höhere Prozesskosten. Darüber hinaus beeinflusst auch die Zahl der vermieteten Wohneinheiten die Prämienhöhe. Je mehr Mieter es gibt, umso höher schätzt die Versicherung das Risiko eines Rechtsstreits ein. Einige Versicherungen beziehen auch das Alter und den beruflichen Status des Versicherungsnehmers in ihre Prämienberechnung mit ein.

Die Höhe der vereinbarten Deckungssumme hat ebenfalls Einfluss auf die Kosten der Rechtsschutzversicherung. Schließlich richtet sich die Prämie auch noch nach dem jeweiligen Leistungsumfang. Günstigere Tarife decken in der Regel eine geringere Zahl von Risiken ab. Bevor Vermieter eine Rechtsschutzversicherung abschließen, sollten sie daher genau prüfen, welchen Versicherungsschutz sie benötigen. Ein sehr großer Leistungsumfang ist sinnvoll, falls noch keine anderen Absicherungen bestehen. Wer bereits andere Versicherungen wie beispielsweise einen Eigentümerrechtsschutz abgeschlossen hat, kommt auch mit einem geringeren Leistungsumfang aus.

Ein unabhängiger Rechtsschutzversicherungs-Vergleich ist eine gute Möglichkeit, um einen ersten Überblick über das Preis-/Leistungsverhältnis der einzelnen Anbieter zu bekommen.

Kosten senken durch Selbstbehalt

Wer die Versicherungsprämie senken möchte, kann eine Selbstbeteiligung vereinbaren. Der sogenannte Selbstbehalt bezeichnet die Summe, die der Versicherungsnehmer im Versicherungsfall aus eigener Tasche zahlt. Je höher die Selbstbeteiligung ist, umso geringer fallen die Kosten für den Vermieterrechtsschutz aus. Doch Vorsicht: Der Selbstbehalt ist bei jedem einzelnen Versicherungsfall zu zahlen. Kommt es zu mehreren Rechtsstreitigkeiten, kann das schnell ins Geld gehen. Vermieter sollten daher abwägen, bis zu welcher Höhe sie sich eine Selbstbeteiligung leisten können. Gängig sind Selbstbehalte von 150 bis 250 Euro.

Welche Wartezeiten gelten für Vermieter?

Für Rechtsschutzversicherungen gelten in der Regel Wartezeiten. Die Rechtsschutzversicherung für Vermieter bildet da keine Ausnahme. Das bedeutet, der Versicherungsschutz tritt erst in Kraft, wenn nach dem Abschluss eine bestimmte Zeitspanne verstrichen ist. Die Versicherungen möchten dadurch ausschließen, dass Versicherungsnehmer den Vertrag erst dann abschließen, wenn ein Rechtsstreit bereits bevorsteht. Die Wartezeit für den Vermieterrechtsschutz beträgt bei den meisten Anbietern drei Monate. Für einige Leistungsbausteine kann die Wartezeit auch abweichend bis zu sechs Monate betragen.

Rechtsschutz von der Steuer absetzen

Vermieter können die Versicherungsbeiträge für ihren Rechtsschutz normalerweise vollständig von der Steuer absetzen. Das gilt allerdings nur für die Versicherungskosten, die tatsächlich für den Vermieterrechtsschutz anfallen. Häufig wird der Vermieterrechtsschutz aber im Paket mit anderen Rechtsschutzversicherungen abgeschlossen. Das Finanzamt verlangt daher meist eine Versicherungsbescheinigung mit genauer Aufschlüsselung der einzelnen Posten. Eine derartige Bescheinigung können Vermieter sich von ihrer Versicherung zusenden lassen.

Den optimalen Rechtsschutz für Vermieter finden und wechseln

Suchen Sie nach einer Rechtsschutzversicherung für Vermieter, die Sie bei Rechtsstreitigkeiten optimal unterstützt, können Sie sich mit einem Versicherungsvergleich einen ersten Überblick über den Markt verschafften. Unabhängige Rechtsschutzversicherungs-Tests helfen Ihnen ebenfalls, verschiedene Tarife gegenüberzustellen und miteinander zu vergleichen. Wünschen Sie persönliche Beratung, können Sie sich an einen unabhängigen Versicherungsmakler wenden. Er kennt den Markt und zeigt Ihnen, welche Tarife sich für Ihre Bedürfnisse eignen.