Rechtsschutzversicherung Test

Unterhaltsrechtsschutz

Eine reguläre Rechtsschutzversicherung, die Bereiche wie Privat-, Berufs- und Verkehrsrechtsschutz abdeckt, übernimmt in der Regel keine Kosten in Bezug auf Unterhaltsfragen. Lediglich im Familien- und Erbrecht sind teilweise die Kosten für eine Erstberatung bei Unterhaltsstreitigkeiten enthalten. Wenn der Streit vor Gericht geht, muss der Betroffene allerdings alles aus eigener Tasche zahlen. Für diese Fälle gibt es eine spezielle Versicherung, die auch in Unterhaltsfragen leistet.

Unterhaltsrechtsschutz als Spezialbaustein

Da in den regulären Rechtsschutzpaketen kein Unterhaltsrechtsschutz integriert ist, bietet die Arag einen speziellen Rechtsschutz für Unterhaltsfragen an. Das Produkt bietet bei Unterhalts-Rechtsstreitigkeiten einen Schutz bis zu einer Summe von 30.000 Euro pro Rechtsschutzfall. Der Arag Unterhaltsrechtsschutz kann nur in Verbindung mit dem Privatrechtsschutz abgeschlossen werden. Zudem kann der Unterhalts-Baustein nicht zum Basistarif, sondern nur für die Tarife „Komfort“ und „Premium“ gewählt werden. Eine Übersicht über Rechtsschutztarife im Test gibt es hier

Unterhaltsrechtsschutz – Experten beantworten Ihre Fragen

Wenn Sie noch Fragen zum Thema Unterhaltsrechtsschutz haben und eine Beratung zu diesem Produkt wünschen, stehen Ihnen gerne unsere unabhängigen Versicherungsmakler zur Seite. Eine kostenlose Beratung durch den transparent-beraten.de Maklerservice erhalten Sie entweder telefonisch unter 030 922 77 527 oder per Mail unter kontakt@transparent-beraten.de. Gerne können Sie uns auch zu einem persönlichen Gespräch in unseren Räumlichkeiten am Mehringdamm 42 in Berlin Kreuzberg aufsuchen.

Unterhalts-Rechtsschutzversicherung ohne Wartezeit?

Wieso gibt es eine Wartezeit in der Rechtsschutzversicherung?

Bei den meisten Rechtsschutz-Verträgen ist es üblich, dass eine Wartezeit eingehalten werden muss, bevor der Rechtsschutz greift (Rechtsschutzversicherung ohne Wartezeit). Wenn es keine solche Wartezeit geben würde, könnte jeder, der einen Rechtsstreit auf sich zukommen sieht, schnell noch eine Versicherung abschließen. Für die Versicherungen wäre dies auf Dauer nicht tragbar. Aus diesem Grund gibt es im Rechtsschutzbereich in der Regel eine Wartezeit von mehreren Monaten bis zu einem Jahr, der eingehalten werden muss.

Wartezeit im Unterhaltsrechtsschutz

Im Unterhaltsrechtsschutz gelten besonders lange Wartezeiten. Ein Jahr muss der Versicherte ab dem Vertragsabschluss bei der Arag warten, bis er die Leistungen aus dem Unterhaltsrechtsschutz in Anspruch nehmen kann. Wer eine Unterhalts-Rechtsschutzversicherung ohne Wartezeit abschließen will, der muss enttäuscht werden: ein solches Produkt gibt es nicht. Allerdings kann man anhand bestimmter Lebensumstände sicherlich schon absehen, ob sich eine solche Versicherung eventuell lohnen könnte.

Kosten des Unterhaltsrechtsschutzes

Daten zur Beispielrechnung für einen Privatrechtsschutz mit integriertem Unterhalts-Baustein bei der Arag

  • Single
  • Arbeitnehmer
  • Selbstbeteiligung: 150 Euro
  • Tarif umfasst Privat-, Berufs-, Wohn-, und Verkehrsrechtsschutz + Baustein Unterhaltsrechtsschutz

Kosten für Privat-, Berufs-, Wohn- und Verkehrsrechtsschutz: 25,65€

Kosten für Unterhaltsrechtsschutz: 6,75€

Gesamtbeitrag: 32,40€

Anhand der Berechnung zeigt sich, dass der Unterhalts-Baustein mit nur 6,75€ monatlich recht kostengünstig ist.

Streitigkeiten um Kindesunterhalt

Die Rechtsschutzversicherung für Unterhaltsfragen leistet unter anderem bei Streitigkeiten in Bezug auf den Unterhalt eines Kindes. Wenn das barunterhaltspflichtige Elternteil beispielsweise die Zahlungen verweigert, muss das andere Elternteil diese Zahlungen in der Regel vor Gericht einklagen. Das kann schnell einige tausend Euro kosten. Wer in diesem Zusammenhang eine Rechtsschutzversicherung für Unterhaltsstreitigkeiten abgeschlossen hat, kann sich glücklich schätzen, denn die Versicherung übernimmt sämtliche Kosten.

So wird die Unterhaltshöhe berechnet

Die Höhe des zu zahlenden Unterhalts hängt vom Alter und der Anzahl der unterhaltsberechtigten Kinder ab. Auch das Einkommen des Barunterhaltspflichtigen ist ausschlaggebend für die Höhe des Unterhalts. Eine Richtlinie, wie viel Unterhalt zu zahlen ist, gibt die sogenannte Düsseldorfer Tabelle vor. Sie wird vom Oberlandesgericht Düsseldorf herausgegeben und regelmäßig aktualisiert. Zum 1. Januar 2017 wurden die Beitragssätze, wie auch bereits in den Vorjahren, angehoben. Das Kindergeld wird allerdings auf den Bedarf angerechnet. Seit  2016 berechnet sich der Kindesunterhalt aus dem Existenzminimum des Kindes und nicht mehr aus dem steuerlichen Kinderfreibetrag.

Vaterschaftsklage

Bei einer Vaterschaftsklage geht es um die eindeutige Zuordnung des Kindsvaters per DNA-Test. Das kann notwendig werden, wenn keine freiwillige Vaterschaftsanerkennung vorliegt oder die Eltern nicht verheiratet sind und der Ehemann somit nicht automatisch als Vater gilt. Sowohl die Mutter als auch der Vater können in diesem Zusammenhang eine Vaterschaftsklage einreichen. Besonders für alleinerziehende Mütter kann eine Vaterschaftsklage notwendig werden, wenn es um Unterhaltsfragen geht. Die Unterhalts Rechtsschutzversicherung übernimmt in diesem Zusammenhang sämtliche Kosten, sollte es zu einem Rechtsstreit kommen.

Rechtsschutzversicherung Sorgerecht

Wenn sich ein Ehepaar mit Kindern scheiden lässt, kommt es oft zum Streit um das Sorgerecht. In diesem Zusammenhang ist ein Gang vor Gericht meist nicht zu vermeiden. In der Rechtsschutzversicherung sind die Kosten eines Gerichtsstreits rund um das Thema Sorgerecht grundsätzlich ausgeschlossen. Denn in der Rechtsschutzversicherung sind keine Kosten für Streitigkeiten rund um das Thema Familien- und Erbrecht enthalten. Wer die Kosten für derartige Schadensfälle abdecken möchte, der ist mit einer Unterhalts Rechtsschutzversicherung abgesichert.

Elternunterhalt: Wenn die Kinder zahlen müssen

Viele Menschen wissen gar nicht, dass nicht nur Eltern ihren Kindern gegenüber unterhaltspflichtig sind, sondern auch andersherum Kindern ihren Eltern in bestimmten Fällen Unterhalt zahlen müssen. Nämlich dann, wenn die Eltern pflegebedürftig sind und die Kosten für die medizinische Behandlung nicht selbst bestreiten können. Eine reguläre Rechtsschutzversicherung übernimmt in diesem Zusammenhang nicht die Kosten für einen Rechtsstreit. Lediglich eine Erstberatung ist in dem Leistungsumfang der meisten Rechtsschutzversicherungen integriert.