Rechtsschutzversicherung Test

Verkehrsrechtsschutz Test

Der aktuelle Test der Stiftung Warentest zeigt, dass eine Verkehrsrechtsschutzversicherung weitaus umfassendere Leistungen bietet, als viele es von ihr erwarten. So unterstützt die Rechtsschutzversicherung den Versicherungsnehmer zum Beispiel auch bei Streitigkeiten mit dem Autohändler. Mit einer Verkehrsrechtsschutzversicherung sind Sie aber auch als Radfahrer und zu Fuß versichert. Am günstigsten ist der Versicherungsschutz bei der ARAG zu bekommen und der ADAC hat im Bereich des Rechtsschutzes die geringste Beschwerdequote.

Verkehrsrechtsschutz hilft bei Unfällen

Am Straßenverkehr muss jeder teilnehmen, der seine Wohnung verlässt – ob als Autofahrer, Fahrradfahrer, Fußgänger oder Nutzer der öffentlichen Verkehrsmittel. In Unfälle und Streitigkeiten kann man in diesem Bereich in jeder Form verwickelt werden. Zwischen Verkehrsteilnehmern kommt es besonders häufig zu Auseinandersetzungen. Deshalb empfiehlt sich eine Verkehrsrechtsschutzversicherung nicht nur für Autofahrer, sondern auch für alle anderen Verkehrsteilnehmer. Ist man in einen Verkehrsunfall verwickelt, muss man häufig mit einem langwierigen und kostenintensiven Prozess rechnen. Wer in diesem Fall eine Verkehrsrechtsschutzversicherung an seiner Seite weiß, die die anfallenden Kosten übernimmt und professionelle Rechtsberatung leistet, spart Kraft und Nerven und ist außerdem eher bereit sein Recht auch einzufordern.

Leistungen des Verkehrsrechtsschutzes im Überblick

Folgende Leistungen sind Bestandteil der Rechtsschutzversicherung (am Beispiel ARAG)

  • Kostenlose Rechtsberatung und Online-Rechtsservice zu allen Fragen rund um das Fahrzeug für die Versicherungsnehmer
  • Übernahme der Gerichtskosten
  • Unbegrenzte Versicherungssumme
  • Keine zeitliche Begrenzung bei Aufenthalt im Ausland
  • Anwalt frei wählbar
  • Mediation
  • Schadensersatzansprüche nach Verkehrsunfall
  • Zusätzlich lassen sich sowohl eine Privatrechtschutz-, eine Berufsrechtschutz- sowie eine Mietrechtschutzversicherung integrieren.

Verkehrsrechtsschutz Test – Testsieger 2016

Stiftung Warentest hat im aktuellen Test (Finanztest, Ausgabe 1/2016) die Tarife von Verkehrsrechtsschutzversicherungen nochmal unter die Lupe genommen, nachdem es bereits Mitte 2015 einen Test zu den Verkehrsrechtsschutzversicherungen gab. Allerdings hatten einige Versicherer Preisanpassungen und Umstellungen angekündigt, sodass im Januar 2016 ein aktualisiertes Ergebnis veröffentlicht wurde. Der Test hat gezeigt, dass es im Bereich des Rechtsschutzes viele Versicherungen gibt, die ein sehr gutes Preis-Leistung-Verhältnis bieten. Bei einer Selbstbeteiligung von 150 Euro zahlen Alleinstehende beim günstigsten Anbieter im Test jährlich nicht mehr als 38 Euro im Jahr. Familien mit mehreren Fahrzeugen zahlen im günstigsten Fall 93 Euro für den Rechtsschutz. Testsieger  wurden Advocard und Allrecht/Deurag jeweils mit der Note „sehr gut“. Mit einem Selbstbehalt von 150 Euro zahlt man für den Tarif „§23“ 118 Euro im Jahr und für den Tarif „§21.1“ 109 Euro jährlich.

Die Testsieger:

  1. Advocard
  2. Allrecht/Deurag

Die Testsiegertarife im Überblick

Anbieter Tarif
Allrecht/Deurag

§ 21.1 (Pauschal) bzw. § 21 (Einzel)

Advocard §23
Württembergische

(21 bzw. 21.8) Premium

Stiftung Warentest überprüfte die Leistungen der Versicherungen für vier verschiedene Kundengruppen.

  • Familie mit einem Fahrzeug
  • Familie, die mehrere Fahrzeuge hat
  • Alleinstehende mit einem Auto
  • Alleinstehende ohne Auto

Sowohl die Allrecht/Deurag als auch die Advocard konnten für alle vier Kundengruppen überzeugen und wurden durchgängig mit „sehr gut“ bewertet. Die Württembergische erhielt ebenfalls sehr gute Noten. Nur für Singles ohne Auto ist sie nicht geeignet.

Finanztest empfiehlt 24 Tarife

Insgesamt erhalten gleich 24 Rechtsschutzversicherungen ein „sehr gut“ und 75 weitere Anbieter werden immer noch mit „gut“ bewertet. Hier der ausführliche Rechtsschutzversicherungs-Test. In vielen Policen sind Streitigkeiten beim Autokauf, mit dem Mietwagen-Verleiher und mit der Werkstatt (Reparatur) mitversichert. Der Test zeigt zudem, dass diese Sonderkonditionen automatisch Bestandteil einer Verkehrsrechtsschutzversicherung sind. Die Untersuchung der Stiftung Warentest hat auch aufgezeigt, dass ein Anspruch auf Rechtsschutz auch dann besteht, wenn der Kunde nicht im Auto unterwegs gewesen ist. Ein Verkehrsrechtsschutz kommt auch dann für die Gebühren auf, wenn der Versicherungsnehmer

  • mit dem Fahrrad,
  • mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder
  • auch per Fuß unterwegs gewesen ist.

Mediation

Viele Rechtsschutzversicherungen bieten die Kostenübernahme für Mediationen an. Das gilt auch für den Bereich des Verkehrsrechtsschutzes.

Mediation (lat. Vermittlung) ist eine strukturierte und vor allem freiwillige Methode, deren Ziel es ist, einen Konflikt konstruktiv beizulegen. Die beteiligten Parteien, auch Medianten genannt, versuchen mit Hilfe dieses Verfahrens, eine gemeinsame Vereinbarung zu treffen, die die Interessen und wünsche beider Parteien berücksichtigt. Die Aufsicht bzw. die Schlichtung übernimmt der sogenannte Mediator bzw. eine Mediatoren-Team. Eine Entscheidung kann durch die Mediatoren jedoch nicht getroffen werden. Sie sollen lediglioch das Verfahren anleiten.

Für Versicherungen ist dieses Verfahren besonders interessant, weil sich damit im Vergleich zu einem herkömmlichen Gerichtsverfahren viel Geld sparen lässt. Aber auch für die beteiligten Konfliktparteien ist das Verfahren empfehlenswert, da neben dem Geldbeutel, auch Zeit und Nerven geschont werden.

Bei der Suche nach einem guten Rechtsschutzversicherer sollte man auf jeden Fall darauf achten, dass diese Option im Leistungskatalog enthalten ist. Wünschen Sie zu dem Thema weitere Informationen helfen Ihnen unsere Versicherungsmakler gerne weiter. Rufen Sie uns gern unter 030 922 77 527 an oder schreiben Sie uns eine E-Mail an kontakt@transparent-beraten.de.

Rechtsschutzversicherung für die Familie im Test

Versicherer bieten nicht nur Tarife für Singles, sondern auch für die ganze Familie und sogar für Kinder an. Wer 2013 den Verkehrsrechtsschutz selbstständig abschließt, der hat bei der Deurag nicht einmal einen Jahresbeitrag in Höhe von 119,00 Euro zu zahlen. Aber auch bei der degenia und der Continentale betragen die Kosten im Jahr nicht einmal 130,00 Euro. Eine Selbstbeteiligung wird dabei von keiner der genannten Versicherungen verlangt. Mehr über die Kosten einer Rechtsschutzversicherung erfahren Sie hier. 

Wann die Versicherungen die Kosten übernehmen

Sollten Versicherte das Recht vor Gericht zugesprochen bekommen, so werden die Kosten von der gegnerischen Seite übernommen. Wurde der Unfall mit dem Fahrzeug jedoch selbst verursacht, so haftet die eigene Versicherung für folgende Aufwendungen:

  • ins Gericht bestellte Gutachter
  • Arbeitshonorar der Anwälte beider Streitparteien
  • gesamter Schriftverkehr
  • Gerichtsprozess

Ohne Versicherungsschutz müssen die Unfallverursacher die gesamten Kosten aus eigener Tasche zahlen. Weil derartige Auseinandersetzungen meist mehrere Tausend Euro kosten, wird so ein Rechtsstreit schnell zur finanziellen Belastung werden.

Die besten Angebote sollten auch besondere Leistungen übernehmen.

Wer zu den Top-Anbietern zählen will, sollte laut Experten einen Leistungen auch für folgende Angelegenheiten bieten:

  • Schutz bei Sachenrecht bzw. Vertragsrecht
  • Private Internetgeschäfte auch im Ausland
  • Rechtsschutz bei Streit mit der Steuer bereits im Verwaltungsverfahren
  • Partner sowie voll- und minderjährige Kinder sollten ebenfalls versichert werden

Alle von Finanztest mit sehr gut bewerteten Versicherungen kommen für diese Sonderleistungen auf.

Wann und wo ich versichert bin

Es gibt viele Sonderfälle bei Rechtsfragen. Daher ist es nicht immer leicht, zu beantworten wann der Verkehrsrechtsschutz greift und wann die KFZ-Haftpflichtversicherung bzw. die Autoversicherung oder die Unfallversicherung nach einem Unfall aufkommt. Für folgende Rechtsgebiete haftet die Rechtsschutzversicherung in jedem Fall:

  • Schadensersatzansprüche nach einem Unfall mit dem Auto
  • Streit rund um die Steuern
  • Verfahren rund um Bußgeld und bei Ärger mit einer Verwaltungsbehörde
  • Strafverfahren und Ordnungswidrigkeiten
  • Streitigkeiten mit dem Autoverkäufer

Das Abwehren von Ansprüchen gegenüber Dritten nach Verkehrsunfällen übernimmt der Anbieter der KFZ-Versicherung.

Fast immer eine Teilschuld beim Gericht

Ein Unfall mit dem Fahrzeug bedeutet heutzutage fast immer auch eine Teilschuld zu bekommen. Eine 100-prozentige Schuld oder Unschuld gibt es nach dem derzeitigen Gerichtsstand nur in den allerseltensten Fällen. Daher teilen die Versicherungen die finanziellen Aufwendungen fast immer untereinander auf. Somit werden ohne eine Rechtsschutzversicherung auch die Verfahrenskosten aufgeteilt. Das heißt, dass die Gebühren für den Gutachter, den Rechtsanwalt und für den Schriftverkehr selbst gezahlt werden müssten.

Weitere wichtige Versicherungen

Auch bei Streitigkeiten rund um die Miete, im Privaten oder im Berufs-Leben: Es gibt viele Versicherungen, die wichtig werden können:

Unfallstatistik in Deutschland

Im Jahr 2013 wurden im Straßenverkehr laut Statistischem Bundesamt rund 2,4 Millionen Unfälle polizeilich erfasst. Der in dem Jahr durch Unfälle verursachte wirtschaftliche Schaden beziffert sich auf über 32,5 Milliarden Euro. Die Zahl der Verkehrstoten lag 2013 bei 3.339. Sank die Zahl der Verkehrstoten bis 2013 stetig, so ist sie in den vergangenen Jahren wieder angestiegen. 2015 gab es nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 3.475 Verkehrstote in Deutschland.

Für 2016 gibt es bereits aktuelle Vergleichszahlen vom Statistischen Bundesamt (Quelle).

In den ersten drei Monaten diesen Jahres starben 613 Menschen bei Straßenverkehrsunfällen. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 42 Menschen (6,4 Prozent) weniger. Leider ist die Zahl der Unfälle wieder gestiegen. So wurden im ersten Quartal 2016 bereits rund 577.000 Unfälle polizeilich erfasst und damit 1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Fazit

Für gute Tarife aus dem aktuellen Stiftung Warentest-Ranking fallen Prämien für knapp 120 Euro im Jahr an. Im Straßenverkehr gibt es viele Gefahren. Der Abschluss einer guten Rechtsschutzversicherung ist daher vor allem für Familien und Vielfahrer sehr sinnvoll. Aber auch ohne Auto bieten die Angebote einen sinnvollen Versicherungsschutz, denn sie schützen beispielsweise auch Fußgänger oder Fahrradfahrer, die in einen Unfall verwickelt werden. Tarife sollten darüber hinaus im Ausland Schutz bieten und auch eine telefonische Rechtsberatung ist ein wichtiger Bestandteil der Versicherung. Weitere allgemeine Infos rund um die Rechtsschutzversicherung und eine Vielzahl von Testergebnissen finden Sie auf Rechtsschutzversicherungen Testsieger.