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Verkehrsrechtsschutz

Verkehrsrechtsschutz - Leistungen, Kosten, Testergebnisse & Vergleich
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Das Wichtigste in Kürze

  • Die Verkehrsrechtsschutzversicherung kommt für die Kosten bei Auseinandersetzungen im Straßenverkehr auf.
  • Geschützt ist für eine Prämie von wenigen Euro pro Monat, wer als Autofahrer, Fußgänger oder Fahrradfahrer unterwegs ist.
  • Der Verkehrsschutz übernimmt etwa die Anwalts- oder Gerichtskosten, wenn es darum geht, nach einem Unfall Schadenersatzansprüche geltend zu machen.
  • Doch er leistet auch bei Streitigkeiten mit Autohändlern oder Behörden.
  • In einem Test von ServiceValue 2019 schnitten unter anderem die Verkehrsrechtsschutzversicherungen der Allianz, DEVK oder Mannheimer sehr gut ab.

Darum ist der Verkehrsrechtsschutz sinnvoll

Im Straßenverkehr kann es schnell mal krachen. Nicht selten muss dann die Schuldfrage geklärt werden, es kommt zu rechtlichen Auseinandersetzungen. Die Verkehrsrechtsschutzversicherung, auch Kfz-Rechtsschutz genannt, kommt für die Kosten auf. Zudem unterstützt sie den Versicherten bei Problemen mit dem Führerschein, mit Reparatur- oder Kaufverträgen.

Der Verkehrsschutz eignet sich nicht nur für Fahrzeugbesitzer, Insassen und Fahrer eines Fahrzeuges. Denn auch wenn man ein Auto ausleiht, als Fußgänger, Fahrradfahrer oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, kann es zu Konflikten kommen. Viele Versicherer bieten für diese Personen sogenannte Fahrerrechtsschutzpolicen an, die sie vor Risiken schützen.

Ist man in einen Verkehrsunfall verwickelt, muss man häufig mit einem langwierigen und kostenintensiven Prozess rechnen. Wer in diesem Fall eine Verkehrsrechtsschutzversicherung an seiner Seite weiß, die die anfallenden Kosten übernimmt und professionelle Rechtsberatung leistet, spart Kraft und Nerven und ist außerdem eher bereit, sein Recht auch einzufordern.


Leistungen des Verkehrsrechtsschutzes im Überblick

Bei Streitigkeiten im Verkehr übernimmt die Versicherung die Kosten für einen Anwalt, den Sie in der Regel frei wählen können. Bei Gerichtsprozessen kommt die Verkehrrechtsschutzversicherung für die Kosten des eigenen und gegnerischen Anwalts, Gutachter, Zeugen den Schriftverkehr sowie den Prozess auf. Doch der Verkehrsrechtschutz leistet noch viel mehr. Folgende Rechtsgebiete und Leistungen sind abgedeckt:

  • Schadensersatzansprüche: Damit kann der Versicherte nach einem Verkehrsunfall seine eigenen Ansprüche gegenüber den Unfallgegnern durchsetzen. Dies können Reparaturkosten, ein Schmerzensgeld oder ein Verdienstausfall sein.
  • Strafrecht: Die Versicherung übernimmt z.B. die Kosten für den Verteidiger, wenn einem Autofahrer die Verletzung der Verkehrsvorschriften vorgeworfen wird.
  • Ordnungswidrigkeiten: Dieser Schutz greift, wenn sich z.B. ein Autofahrer gegen einen Buße wehren will.
  • Verkehrssteuer: Wenn ein Fahrzeughalter rechtliche Auseinandersetzungen wegen der Kfz-Steuer oder anderen Abgabeanglegenheiten hat.
  • Vertrags- und Sachenrecht: Die Versicherung macht Ansprüche geltend oder wehrt sie ab, die aus Verträgen entstehen. Das können Rechtsstreitigkeiten rund um die Finanzierung, den Kauf oder die Reparatur eines Autos sein.
  • Verwaltungsrecht: Die Versicherung übernimmt die Verfahrenskosten bei Problemen mit Verwaltungsbehörden. Möglich sind etwa die Einschränkung, der Entzug oder die Wiedererlangung der Fahrerlaubnis.
  • Rechtsauskünfte und Mediation: Oft leistet die Rechtsschutzversicherung, bevor es zu einem Gerichtsverfahren kommt. Beispielsweise bietet sie telefonische Rechtsauskünfte oder eine Mediation (siehe Box) zwischen den Streitparteien an.
  • Zusätzliche Rechtsgebiete: Zusätzlich lassen sich sowohl eine Privatrechtschutz-, eine Arbeitsrechtschutz– sowie eine Mietrechtsschutzversicherung integrieren.

Bei der Suche nach einem guten Rechtsschutzversicherer empfiehlt es sich, darauf zu achten, dass die Mediation im Leistungskatalog enthalten ist. Wünschen Sie zu dem Thema weitere Informationen, helfen Ihnen unsere Versicherungsmakler gerne weiter. Rufen Sie uns gern unter 030 – 120 82 82 8 an oder schreiben Sie uns eine E-Mail an kontakt@transparent-beraten.de.


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Haftpflicht oder Rechtschutzversicherung?

Kfz-Haftpflicht, Kasko und Verkehrsrechtsschutz: Diese Versicherungen sind für Autofahrer wichtig. Die Kfz-Haftpflicht ist Pflicht und kommt dafür auf, wenn man einen Schaden an einem Dritten verursachte. Sie bietet einen passiven Rechtsschutz, um unberechtigte Schadenersatzforderungen abzuwehren. Das können Schadenersatzansprüche sein, wenn der versicherte Autofahrer einen Unfall verschuldete. Die Kaskoversicherung übernimmt Schäden am eigenen Fahrzeug, wenn sonst niemand haftet. Das sind z.B. Hagel- oder Brandschäden und bei einer Vollkaskoversicherung Schäden, die man an seinem Auto selbst verursachte.

Die beiden Versicherungen leisten aber nicht, wenn Ansprüche gegenüber Dritten aktiv geltend gemacht werden sollten. Beispielsweise wenn Sie nach einem Unfall Schadenersatz fordern. Hier hilft die Rechtsschutzversicherung. Sie greift auch immer dann, wenn die Schuldfrage nach einem Unfall oder anderen Vorkommnissen im Straßenverkehr nicht so einfach zu klären ist. Ebenfalls kommt sie bei Streitereien um Verträge, Bußgelder oder Steuern für die Kosten auf (siehe Kapitel Leistungen).

In diesen Fällen zahlt der Verkehrsrechtschutz nicht

Wurde eine Straftat oder eine Ordnungswidrigkeit vorsätzlich begangen, ist sie vom Verkehrsrechtschutz ausgeschlossen. Das sind z.B. illegale Autorennen oder Nötigungen durch zu dichtes Auffahren. Auch Bußen zahlt die Versicherung nicht. Kommt es allerdings zu einem Rechtsstreit wegen einem Strafzettel oder einer sonstigen Ordnungswidrigkeiten, übernimmt die Rechtsschutzversicherung die Kosten dafür.

Rechtsschutzversicherung nach Verkehrsunfall

Ein Unfall mit dem Fahrzeug bedeutet heutzutage fast immer auch, eine Teilschuld zu bekommen. Eine 100-prozentige Schuld oder Unschuld gibt es nach dem derzeitigen Gerichtsstand nur in den allerseltensten Fällen. Daher teilen die Versicherungen die finanziellen Aufwendungen fast immer untereinander auf. Somit werden ohne eine Rechtsschutzversicherung auch die Verfahrenskosten aufgeteilt. Das heißt, dass die Gebühren für den Gutachter, den Rechtsanwalt und für den Schriftverkehr selbst gezahlt werden müssten.

Wer ist alles versichert?

Grundsätzlich gilt der Schutz einer Verkehrsrechtschutzversicherung für den Versicherungsnehmer und auf alle Fahrzeuge, die auf ihn zugelassen sind. Auch wenn er als Fußgänger, mit dem Fahrrad oder mit einem fremden Fahrzeug (z.B. Mietwagen) unterwegs ist, leistet die Rechtsschutzversicherung in der Regel. Versichert sind auch Insassen sowie berechtigte Fahrer des versicherten Fahrzeuges.

Gegen Mehrkosten kann ein erweiterter Personenkreis miteingeschlossen werden. So gibt es Tarife für Familien, mit denen auch Ehe- oder Lebenspartner sowie u.U. Kinder und die auf sie zugelassenen Fahrzeuge mitversichert sind.


Kosten des Verkehrsrechtschutz

Rechenbeispiel:

  • Tätigkeit: Arbeitnehmer
  • Alter: 35
  • Familiäre Verhältnisse: Single
  • Wohnort: Berlin

Für eine Person mit diesen Eckdaten ist der Verkehrrechtschutz schon für 4,30 Euro pro Monat zu haben – dies mit einer Selbstbeteiligung von 300 Euro sowie einer Deckungssumme von einer Million Euro. Es gibt aber auch Angebote ohne Selbstbehalt und mit unbegrenzter Deckungssumme für rund 8,60 Euro monatlich.

In der Rechtsschutzversicherung lohnt es sich immer, verschiedene Bausteine zu kombinieren, denn es kann auch in anderen Lebensbereichen zu Auseinandersetzungen kommen. So kostet die Versicherung für unsere Modellperson, wenn zusätzlich noch die Bereiche Privat und Arbeitsrechtsschutz mit eingeschlossen werden, zwischen 14 und 45 Euro pro Monat.

Wenn Sie wissen möchten, wie viel der Versicherungsschutz für Sie persönlich kostet, nutzen Sie gerne unseren kostenlosen Tarifrechner.


Verkehrsrechtschutz: Das ist beim Vergleich wichtig

Deckungssumme: Damit ist die Summe gemeint, die der Versicherer höchstens im Schadensfall zahlt. Hier gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den Versicherungen. Die Spannweite reicht von 300.000 Euro bis unbegrenzt. Grundsätzlich gilt: Je höher die Deckungssumme ist, desto höher die Prämie. Trotzdem sollte diese nicht allzu tief sein. Experten empfehlen eine Versicherungssumme von mindestens einer halben Million Euro. Bis 100.000 Euro sollten Strafverfahren im Ausland mitversichert sein.

Selbstbeteiligung: Eine hohe Selbstbeteiligung reduziert die Prämie. Pro Versicherungsfall kann sie zwischen 150 und 500 Euro betragen. Der Vorteil, wenn die Selbstbeteiligung gering ist oder ganz wegfällt: Es gibt auch bei vermeintlich kleinen Schäden Rat von einem Anwalt.

Weltweiter Schutz: Die meisten Verkehrsrechtsschutzversicherungen leisten auch, wenn etwas im europäischen Ausland passiert. Einige weiten ihren Schutz auf die ganze Welt aus, oft allerdings nur für beschränkte Zeit. Wer also länger im Ausland weilt, sollte darauf achten, wie lange der Versicherungsschutz dort gilt. Auch sind die Deckungssummen im Ausland häufig tiefer als in Deutschland.

Wartezeit: In der Regel gibt es im Verkehrsrechtschutz keine Wartezeit. Allerdings kann es manchmal in den Gebieten wie Vertrags- und Sachenrecht trotzdem erst nach drei Monaten Leistungen geben. Deshalb gilt es, die Versicherungsbedingungen unter dem Punkt „zeitliche Ausschlüsse“ genau zu studieren.

Kündigung durch den Versicherer: Die Versicherung kann die Police kündigen, wenn sie zu oft in Anspruch genommen wird. Empfehlenswert ist es deshalb, beim Angebotsvergleich zu prüfen, ob es eine jährliche Begrenzung der gemeldeten Schadensfälle gibt.


Verkehrsrechtsschutz im Test 2019

Die Verkehrsrechtsschutz-Tarife unterscheiden sich sowohl im Preis als auch im Leistungsumfang. Unabhängige Test-Institute helfen dabei, die leistungsstarken und zugleich fair kalkulierten Angebote von den teuren Basis-Tarifen zu unterscheiden.

Kundenumfrage zur Schadensregulierung im Verkehrsrechtsschutz 2019

ServiceValue hat in Kooperation mit Focus Money eine Kundenumfrage zum Thema Schaden- und Leistungsregulierung von Versicherern durchgeführt. Die Umfrage richtete sich an Versicherungskunden, die in den vergangenen drei Jahren einen Versicherungsfall bei ihrem Anbieter angezeigt haben. Die Kunden sollten die Regulierung ihres Schadensfalles beurteilen (Quelle).

Im Bereich Verkehrsrechtsschutz liegen Bewertungen zu 32 Versicherungsunternehmen vor. Mehr als die Hälfte schnitt überdurchschnittlich gut ab. Diese bieten damit aus Sicht ihrer Kunden eine gute Schadens- und Leistungsregulierung.

Eine Auswahl der am besten bewerteten Unternehmen: 

Verkehrsrechtsschutz-Test 2018 / 2019 von Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest hat in ihrer Ausgabe 12/2018 mithilfe von fünf Modellfällen insgesamt 130 Verkehrsrechtsschutz-Tarife von 34 Versicherern geprüft. 20 Tarife sind „sehr gut“ und 22 „gut“. Sehr gute Tarife ohne Selbstbehalt für Allein­stehende und Familien gibt es gemäß Stiftung Warentest schon ab 70 Euro pro Jahr.

Die Tarife unterscheiden sich vor allem darin, welche Personen und wie Fahrzeuge versichert sind. Ein Single benötigt einen anderen Rechtsschutz als eine Familie mit Kindern, die mehrere Fahrzeuge besitzt. Stiftung Warentest empfiehlt außerdem, dass die Police auch bei Streit um einen Mietwagen leisten sollte. Die Testergebnisse im Detail sind im Bezahlbereich von test.de einsehbar (Quelle).


Fazit

Im Straßenverkehr gibt es viele Gefahren. Der Abschluss einer guten Rechtsschutzversicherung ist daher vor allem für Familien und Vielfahrer sehr sinnvoll. Aber auch ohne Auto bieten die Angebote einen sinnvollen Versicherungsschutz, denn sie schützen auch Fußgänger oder Fahrradfahrer, die in einen Unfall verwickelt werden.

Und das ist nicht mal teuer. Schon ab 4 Euro wird der Versicherungsschutz angeboten. Achten Sie beim Tarifvergleich aber auf die Leistungen der Versicherungen. So ist ein Schutz im Ausland und eine telefonische Rechtsberatung empfehlenswert.

Wenn Sie bei der Wahl der richtigen Versicherung Unterstützung benötigen, helfen wir Ihnen gerne. Unsere Experten sind unter  030 120 82 82 8 oder unter kontakt@transparent-beraten.de erreichbar.

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